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Industriemuseum Elmshorn : Geschichte als Familienerlebnis

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

11.000 Besucher im vergangenen Jahr. Renovierung der Ausstellungsflächen geht weiter.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Interessante Ausstellungen, erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, die Modernisierung der Räume und vor allem die Zugkraft bei Familien und Gruppen: Das waren 2014 die Faktoren für den Erfolg des Elmshorner Industriemuseums. Gestern haben Museumsleiterin Bärbel Böhnke und Monika Dormann, Chefin des Fördervereins, Bilanz gezogen. „Es war ein recht turbulentes Jahr, wir haben viel bewegt“, so Bärbel Böhnke“.

Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr 11.019 Besucher für die Ausstellungen im Haus an der Catharinenstraße 1 interessiert (2013 waren es 10.958 Besucher). Die Zahl der Einzelbesucher war leicht rückläufig, doch das Museumsteam registrierte dafür einen erheblichen Anstieg bei den Gruppen. Ein paar Zahlen: 89 Schulklassen kamen zu Führungen (2013 waren es 67 Klassen); es gab 54 Gruppenführungen (2013, 44); das Museum richtete 97 Kindergeburstage aus (2013, 92). Dazu kamen 14 öffentliche Führungen. Das Haus war an 308 Tagen im Jahr geöffnet.

Die gute Akzeptanz beim Publikum schlug sich auch finanziell nieder. Spenden nicht mitgerechnet, erwirtschaftete das Museum im vergangenen Jahr 37    521 Euro mit Eintrittsgeldern und Gebühren. „Das sind 28 Prozent mehr als im Jahr davor“, sagte Bärbel Böhnke. Besonders lobte die Museumschefin ihren wissenschaftlichen Mitarbeiter Alexander Römer. Seine intensive Öffentlichkeitsarbeit habe das Museum ins Blickfeld überregionaler Medien gerückt, das habe für mehr Besucher gesorgt, so Böhnke. Sie sucht derzeit einen Ersatz für Römer. Er verlässt das Team Ende März.

2014 lockte das Industriemuseum mit drei Sonderschauen Besucher ins Haus. Beim dritten Elmshorner Dampftag bevölkerten mehr als 600 Gäste die drei Etagen des Museums. Die Ausstellung „Alles was ist“ von Studenten der Kieler Muthesius Kunsthochschule sorgte für landesweites Interesse und die Schau „Stadtgemüse – vom Bauerngarten zur essbaren Stadt“ war Highlight zum Beginn der Gartensaison. Dazu kam der „Markt mit Kunsthandwerk“ mit 25 Ausstellern und 1076 Besuchern. „Das kann sich sehen lassen“, sagte Bärbel Böhnke.

Damit ihr Haus weiterhin attraktiv bleibt, werden die Sonder- und Dauerausstellungsflächen seit 2013 Stück für Stück modernisiert. Im vergangenen Jahr wurde das zweite Obergeschoss in Schuss gebracht. Bärbel Böhnke: „Nach 24 Jahren war das auch dringend nötig.“ Die Dauerausstellung in dem Geschoss wurde inhaltlich überarbeitet und erweitert und die Besucherinformationen aktualisiert. In diesem Jahr ist das erste Stockwerk an der Reihe. „Wir wollen unser Haus noch stärker als überregional bedeutsames Erlebnismuseum zur Alltag- und Industriegeschichte etablieren“, sagte Bärbel Böhnke.

Dabei bekommt sie kontinuierlich Hilfe vom Förderverein des Museums (229 Mitglieder). „Wir haben das Haus 2014 vielfältig unterstützt“, sagte Vorsitzende Monika Dormann. Unter anderem ermöglichte der Verein die Anschaffung einer Medienstation und die Erneuerung von Info-Tafeln. Insgesamt 14.000 stellten die Förderer dem Museum zur Verfügung. Im laufenden Jahr will der Verein zum Beispiel bei der Restaurierung eines Gemäldes (Familie Junge) und eines Großbildes unterstützen.

Museumsteam und Förderverein blicken bereits jetzt ins Jahr 2016. Dann wird das Industriemuseum 25 Jahre alt. Für den 23. Mai ist die Geburtstagsfeier geplant - natürlich gibt es eine Sonderausstellung. Die soll sich dann um das Thema Handschrift drehen.

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