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Elmshorner Nachrichten

20. Oktober 2017 | 09:38 Uhr

Elmshorn : Geringes Interesse am Bürgerdialog

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Öffentlichkeitsveranstaltung zum Stadtumbau im Rathaus. Interesse der Elmshorner gering.

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Wie funktioniert eine gute Bürgerbeteiligung, wenn sich die Bürger nicht beteiligen? Diese Frage stellt sich den Elmshorner Politikern immer deutlicher. Und besonders tragisch dabei ist: Nie zuvor in der Geschichte der Stadt versuchten die Kommunalpolitiker intensiver, die Einwohner mit in die Planungen einzubeziehen und ihre Wünsche und Meinungen zu erfahren, als in der jüngsten Vergangenheit. Doch lediglich das individuelle Eigeninteresse bei direkter, persönlicher Betroffenheit ist den gewählten, ehrenamtlichen Politikern gewiss – viel mehr nicht.

Obwohl es um den Bau des neuen Pumpwerks („Haus der Technik“) als erstes öffentliches Gebäude im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen („Elmshorns neue Mitte“) ging und zudem um ein Haus an exponierter Stelle in der Stadt, kamen am Donnerstag lediglich 50 Männer und Frauen zur Öffentlichkeitsveranstaltung in den Kollegiumssaal des Rathauses – darunter viele Kommunalpolitiker und direkte Anwohner. Diese Zahl der Gäste entspricht in etwa 0,1 Prozent der Einwohnerschaft. Sie kann von allen 39 Stadtverordneten im Elmshorner Kollegium objektiv also nur als gering eingestuft werden. Die Politiker müssen sich folglich – wenn sie denn wollen – nicht nur mit der Fassadengestaltung und der Nutzung der Obergeschosse des neuen Pumpenhauses befassen, sondern auch mit dem offensichtlichen Desinteresse der Bürger am Umbau ihrer eigenen Stadt. Darüber können auch die zum Teil sehr kreativen und pfiffigen Anregungen der Bürger während des Treffens am Donnerstag nicht hinwegtäuschen.

Die konstruktiven und engagierten Beiträge einiger Teilnehmer der Veranstaltung, die allesamt in die weitere Beratung der Politiker einfließen sollen, waren die Hoffnungsschimmer des Abends. Sie scheinen denn auch zumindest beim Leiter der Diskussionsrunde und Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung, Andreas Hahn (CDU), keine Verzagtheit aufkommen zu lassen: „Es wird sicherlich nicht die letzte Veranstaltung dieser Art zur Bürgerbeteiligung in diesem Jahr sein“, sagte er zum Abschluss des rund zweistündigen Treffens im Rathaus.

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