Gerberstraße: 50 neue Wohnungen

Die alten Gebäude an der Gerberstraße werden abgerissen.
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Die alten Gebäude an der Gerberstraße werden abgerissen.

Abriss der alten Blocks eventuell noch in diesem Jahr

shz.de von
14. Januar 2015, 16:00 Uhr

Seit eineinhalb Jahren stehen die beiden Häuser in der Gerberstraße 19 und 21 leer. Möglicherweise noch in diesem Jahr werden sie abgerissen. Spätestens Anfang 2016 will die Neue GeWoGe Wohnungsbaugenossenschaft dort neue Mehrfamilienhäuser errichten. 45 bis 50 moderne Wohnungen sollen entstehen.

„Wir haben den Planungsauftrag vergeben, wir werden dort bauen“, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Hermann. Er rechnet damit, dass im ersten Quartal 2016 Baubeginn sein wird. 30 Prozent der Wohnungen sollen aus dem Topf des Landes für bezahlbares Wohnen im Hamburger Umland gefördert werden.

Unklar ist lediglich der Zeitpunkt für den Abriss des beiden leerstehenden Gebäude. Eigentlich sollte das „zeitnah“ zum Neubau geschehen. Doch möglicherweise zwingt die EU die GeWoGe früher zum Handeln. Eine Novelle der Gewerbeabfallverordnung steht an. Als Folge könnten die sich von der Wohnungsbaugenossenschaft veranschlagten rund 250  000 Euro um bis zu 125  000 Euro vervielfachen, befürchtet Hermann. Um das Geld zu sparen, könnte schon eher mit dem Abriss begonnen werden. Doch zuvor muss die EU-Vorgabe in deutsches Recht gegossen werden. Denkbar also, dass, wie geplant, erst 2016 die Abrissbirne zum Einsatz kommt. Wenn der alte Baubestand beseitigt ist, sollen in vier Vollgeschossen überwiegend Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen. Das zweite Gebäude im hinteren Bereich soll ebenfalls vier Geschosse sowie ein Staffelgeschoss bekommen.

Der Grund für den relativ langen Zeitraum zwischen Räumung der alten Gebäude und Neubau ist der Versuch von Unternehmen und Stadt, über einen zweiten Förderweg weiter Mittel zu bekommen, um günstigen Wohnraum zu schaffen. Das habe zu Verzögerungen geführt, so Hermann. Bislang sei dieses Vorhaben aber noch nicht genehmigungsfähig gewesen.

Die Idee, in den alten Gebäuden bis zu deren Abriss Asylbewerber unterzubringen, findet grundsätzlich Hermanns Unterstützung. Doch in diesem Fall sei sie nicht umzusetzen. Der Grund: Kriminelle haben in den leerstehenden Häusern zugeschlagen. „Alles, was aus Metall war, von Heizungen bis zu Rohren und Leitungen, wurde gestohlen“, sagt Hermann.

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