Elmshorn : Gelungene Premiere von "Old Folk"

Die neue Band „Old Folk“ und „Bunny & Teff“ traten gemeinsam auf. Auf dem Foto im Vordergrund „Old Folk“ von links nach rechts: Hans-Michael Nikolai am Bass, Achim Bialy an der Gitarre, Christopher Chinery an der Gitarre, Daniela Kühn an der Violine. Im Hintergrund: „Bunny & Teff“: Bernd Genning an der Gitarre (links) und Stephanie Ebel am E-Piano.
Die neue Band „Old Folk“ und „Bunny & Teff“ traten gemeinsam auf.

Gemeinsamer Auftritt mit „Bunny & Teff“ in der „Auszeit am See“: Neue Band begeistert Publikum bei erstem Konzert.

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21. November 2013, 16:00 Uhr

Gemeinsam mit der Brücke Elmshorn luden die beiden Musikbands „Old Folk“ und „Bunny & Teff“ zu einem musikalischen Ausflug nach Good Old England ein. Die „Auszeit am See“ bot passend zum Thema britische Spezialitäten an. Auch das englische Bier fehlte nicht. „Old Folk“ sind Achim Bialy (53) aus Elmshorn, Christopher Robin Chinery (66) aus Kellinghusen und Hans-Michael Nikolai (53) aus Klein Offenseth-Sparrieshoop. Zusätzlich an diesem Abend unterstützte Daniela Kühn (42) aus Hamburg die Band mit ihrer Violine.

„Old Folk“ ist weniger eine Anspielung auf die Altersstruktur der Musiker, sondern beschreibt ihre Liebe zur typischen und ursprünglichen Folk Music. Im Gegensatz zu „Bunny & Teff“, die bereits auf dem Musikmarkt etabliert sind, war es für „Old Folk“, nach der Bandgründung im April 2013, das erste große Konzert in dieser Konstellation. Die Band begeisterte die Zuhörer mit einem Medley. Mit kraftvoller und einfühlsamer Stimme besangen „Old Folk“ nachdenklich stimmende und manchmal rätselhafte Balladen über die Liebe, die Arbeit und das Leben der Menschen.

„Unser Ziel ist, mit der Folk Music unbekannte Stücke bekannt zu machen“, sagt Christopher Chinery, der in London aufgewachsen ist und den Boom der Folk Music hautnah miterlebte. „In einem Londoner Pub begegnete ich dem später weltbekannten Folkmusiker Ralph Mc Tell (Streets of London), als er noch ohne Gage auftrat“, schwärmt der seit 1968 in Schleswig-Holstein lebende Engländer. Er ist seit über 50 Jahren in die Folk Music abgetaucht und hatte im Handgepäck, als er nach Deutschland kam, nur seine Gitarre und ein dickes Buch mit gesammelten Folksongs. Er singt und spielt, neben der Gitarre, auch noch Waldzither. Für ihn ist „Old Folk“ seine erste Band. „Als Rentner ist mir die Idee gekommen, ernsthaft Musik zu machen“, sagt der humorvolle Brite, der sein Wissen an das Elmshorner Publikum weiter gab, indem er zu den Songs die dazugehörigen Geschichten erzählte.

„Unsere Musik ist Kontakt, Freude und Geschichte“, erzählt Hans-Michael Nikolai, der den typischen Sound der Band, durch sein virtuoses Spiel am E-Bass und Kontrabass mitprägt. Er hat im Alter von 14 Jahren das Instrument für sich entdeckt und spielt seither leidenschaftlich unterschiedliche Musikstile, wie Jazz, Punk und Soul. „Ich habe kaum noch einen Überblick über die vielen Bands, mit denen ich bereits aufgetreten bin“, sagt der Vollblutmusiker, der aktuell auch beim Tostedter Gospelchor musiziert. „Über das Netzwerk ‚Hamburgs Norden‘ haben wir alle zueinander gefunden. Auch der Kontakt zu „Bunny & Teff“ ist so entstanden“, verrät Achim Bialy, der bereits im Alter von zehn Jahren zu musizieren anfing. Der gebürtige Saarländer begann mit der Blockflöte und spielte im Orchester Flügelhorn. Mit 14 Jahren wechselte er das Instrument und griff zur Gitarre. Seither spielt und singt er Lieder, die gerne am Lagerfeuer zum Besten gegeben werden. „Old Folk“ ist für ihn seine erste Band.

Der britische Abend wurde ein voller Erfolg. Die Veranstaltung wurde so stark besucht, dass es in den Räumlichkeiten eng wurde. Weit mehr als 100 Interessierte kamen und viele harrten auf der Terrasse aus. „Mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet“, sagt Detlef Witthinrich, der Geschäftsführer der Brücke Elmshorn. Nach eineinhalb Stunden lösten „Bunny & Teff“, alias Bernd Genning (49) aus Sommerland und Stephanie Ebel (35) aus Itzehoe, „Old Folk“ ab und begeisterten die Zuhörer ebenfalls mit ihren zum Teil selbstkomponierten Songs. Das Highlight waren mehrere Lieder, die beide Bands gemeinsam spielten. Die Stimmung war nicht zu bremsen. Das Publikum klatschte und sang begeistert mit.

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