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Elmshorner Nachrichten

20. Oktober 2017 | 18:29 Uhr

Elmshorn : Gelebte Ökumene

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sechs Kenianer sind auf Einladung der Friedenskirchengemeinde in Elmshorn zu Gast.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | „Ihr bleibt bei Rot an der Ampel stehen, obwohl kein Auto in Sicht ist?“ Francis Kamala findet die Disziplin der Elmshorner Verkehrsteilnehmer erstaunlich. Ebenso aufmerksam beobachtet der Kenianer, wie seine Gastgeberfamilie Müll in verschiedenen Behältnissen recycelt und nicht bei nächstbester Gelegenheit „entsorgt“.

Francis Kamala und fünf weitere Begleiter gehören zu einer Delegation aus der kenianischen Stadt Taveta, die auf Einladung der Friedenskirchengemeinde für drei Wochen zu Gast ist um hier Land und Leute, Sitten und Gebräuche kennenzulernen sowie sich über globale Themen zu informieren und mögliche Vorgehensweisen mit Sachverständigen zu diskutieren.

„Unsere Partner sind bis 21. September zu Gast in Elmshorn. Gastgeberfamilien haben die Kenianer aufgenommen, kümmern sich um deren Unterbringung, Verpflegung und den Familienanschluss, sodass wir ihnen eine hoffentlich schöne und informative Zeit bereiten“, erklärt Waltraut Sachau, die sich federführend um die Organisation des Besuches gekümmert hat.

Das Tavetateam der Friedenskirchengemeinde hat für die ökumenische Begegnung ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. „Hierbei wollen wir über den Tellerrand schauen und uns mit Themen wie Wasser, Ernährung und Fair Trade beschäftigen“, so Sachau. Außerdem wolle man eine Kaffeerösterei und einen Öko-Hof, den Abwasserzweckverband sowie die Stadtwerke besuchen, wo es Interessantes über die Wasserwirtschaft zu erfahren gilt.

„Ich würde mir gerne eine deutsche ’Farm’ ansehen“, meint Francis, der selbst ein kleines Stück Land bewirtschaftet und Wassermelonen sowie Tomaten anpflanzt. Der Vater von drei Kindern lebt in einem Haus mit Garten. Seine Frau zieht hier Hühner und verkauft sie. Auf seine Kinder, die als Architekt, Jurastudentin und Abiturientin gute berufliche Aussichten auf ein erfolgreiches Leben haben, ist er sehr stolz und trägt Bilder von allen in seiner Brieftasche mit sich.

Francis Kamala und seine Begleiter sind sehr wissbegierig und freuen sich auf die Gespräche und das Kennenlernen in der Gemeinde. „Wir feiern Gottesdienste, sind Gast in der Kita, in der Schule, in unseren Gemeindegruppen sowie beim Stadtteilfest Hainholz und machen Ausflüge“, plant Waltraut Sachau.

Sonntag, 14. Sept., 11 Uhr, findet in der Lutherkirche ein Gottesdienst statt, in dem Pastorin Jackeline Loroghwa, Mitglied der Taveta-Gruppe, auf Suaheli, der kenianischen Landessprache,  predigen wird. Pastor Thorsten Pachnicke übersetzt, und Joachim Poelchau wird den Gottesdienst musikalisch begleiten.
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