Kreis Pinneberg : Geldnot: Hilferuf der Trauma-Ambulanz

Wollen helfen: Die SPD-Politiker Sönke Rix (links), Ernst Dieter Rossmann (rechts) und Ulrich Lenk informierten sich im Gespräch mit Ingrid Kohlschmitt über die Trauma-Ambulanz.
Wollen helfen: Die SPD-Politiker Sönke Rix (links), Ernst Dieter Rossmann (rechts) und Ulrich Lenk informierten sich im Gespräch mit Ingrid Kohlschmitt über die Trauma-Ambulanz.

„Die Finanzierung ist nicht gesichert“: Große Nachfrage bringt neues Projekt in Finanzprobleme. Kommt nun Hilfe vom Bund?

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17. März 2014, 06:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Erst Anfang des Jahres hat sie ihre Arbeit aufgenommen: die Trauma-Ambulanz Westholstein. Doch schon jetzt ertönt der erste Hilferuf. Die in Elmshorn ansässige Einrichtung benötigt dringend finanzielle Unterstützung.

„Die Finanzierung ist nicht geklärt“, betont Ingrid Kohlschmitt, Geschäftsführerin des Wendepunkts. Der Elmshorner Jugendhilfeverein hatte die Ambulanz gemeinsam mit den Regio-Kliniken eingerichtet. Zwar werden einzelne Bereiche der Ambulanz aus Mitteln des Opferentschädigungsgesetzes und des Kreises Pinneberg finanziert, doch ein Gutteil der Arbeit wird dadurch nicht abgedeckt. Dafür ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen. Davon gab es zum Start reichlich. Doch bereits jetzt ist klar: Das Geld reicht nicht mehr lange. Grund sei die unerwartet große Nachfrage. Nach 18 Hilfegesuchen im Januar ist die Zahl im Februar auf jetzt bereits schon insgesamt 43 Trauma-Patienten hochgeschnellt. „Wir sind selbst total überrascht. Mit so einem Bedarf haben wir nicht gerechnet“, erläutert Kohlschmitt die schwierige Situation.

Einerseits freut sich die Geschäftsführerin über die Entwicklung. Zeigt die Zahl der Anfragen doch ganz deutlich den vorhandenen Bedarf. Andererseits ist sie ernüchtert, dass sie sich schon jetzt Sorgen ums Geld machen muss. „Das nervt und es kostet viel Zeit, sich um die finanzielle Ausstattung zu kümmern. Wir brauchen eine verlässliche Finanzierung, damit wir uns auf unsere eigentliche Arbeit konzentrieren können“, so Kohlschmitt.

Sie erhofft sich Hilfe vom Bund. Das machte die Wendepunkt-Geschäftsführerin während eines Termins mit Vertretern der Bundes-SPD deutlich. Die Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann und Sönke Rix waren zu Gast beim Wendepunkt und informierten sich über die Ambulanz. Beide Politiker zeigten sich überzeugt von dem Projekt und sagten zu, sich für eine Förderung einsetzen zu wollen. Wie dringend diese ist, betonte Kohlschmitt nochmals. Nicht einmal die Finanzierung für dieses Jahr sei gesichert: „Wir müssen sehr kurzfristig denken.“

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