Gegen Tel Aviv Schwung nutzen

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01. Oktober 2009, 11:33 Uhr

Hamburg | Mit der Bayern-Euphorie die Schmach von Wien tilgen und durch einen Erfolg den Traum vom Endspiel am

12. Mai 2010 im eigenen Stadion am Leben erhalten: Der Auftrag für die Mannschaft des Hamburger SV im zweiten Gruppenspiel der Europa League heute (21.05 Uhr/live bei Sky) gegen Hapoel Tel Aviv ist klar. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia braucht nach dem peinlichen 0:3 zum Auftakt der Gruppenspiele bei Rapid Wien unbedingt einen Sieg gegen die Israelis, um sich aussichtsreich in der Gruppe C zurückzumelden.

Dafür allerdings ist eine konzentrierte Leistung der Hanseaten unbedingt erforderlich. "Von israelischen Mannschaften wei man, dass sie Fuball spielen können", sagt Labbadia und verweist auf die vermeintlichen Stärken der Gäste, in deren Reihen der frühere Kölner Bundesliga-Profi Nemanja Vucicevic steht.

Den Elan vom umjubelten 1:0-Sieg gegen Bayern München und der damit verbundenen erfolgreichen Verteidigung der Tabellenführung in der Bundesliga wollen die Hanseaten nun auch zum ersten Gastspiel eines israelischen Teams in der Hansestadt nutzen. Voll konzentriert ging es im Training zur Sache. Blo keinen Schlendrian bei den Profis einreien lassen, keine Überheblichkeit und keine "Wird-schon-gehen"-Haltung, die zwischendurch auch zum Aus im DFB-Pokal in Osnabrück geführt hatte. "Gerade nach dem Bayern-Spiel ist es wichtig, nicht in der Intensität nachzulassen, und das wurde auch von uns gefordert", sagt Torjäger Mladen Petric. Immerhin ist inzwischen jedem Hamburger der Ernst der Situation klar. Dazu trug nicht nur die eigene Blamage bei, sondern auch der überraschende 2:1-Erfolg der Israelis im Spiel gegen den Mitfavoriten Celtic Glasgow. Den israelischen Vizemeister, der erstmals in Deutschland antritt, unterschätzt spätestens nach dem Sieg gegen die Schotten keiner mehr. "Uns war klar, dass wir in einer ausgeglicheneren Gruppe spielen, als viele das vorher vielleicht gedacht haben", äuert Labbadia.

Personell konnte der Trainer etwas aufatmen. Guy Demel, der gegen die Bayern mit Verdacht auf eine schwere Sprunggelenkverletzung ausgewechselt werden musste, erlitt "nur" eine leichte Kapselverletzung und steht zur Verfügung: "Wir brauchen aus den drei Heimspielen neun Punkte. Auch der zuletzt groartig aufspielende Brasilianer Zé Roberto könnte möglicherweise trotz einer Sprunggelenkprellung zum Einsatz kommen.

Unterdessen wurde klar, dass es keine Rückkehr in die brasilianische Fuball-Nationalmannschaft für Mittelfeldspieler Zé Roberto geben wird. "Zé Roberto spielt super in Hamburg. Er ist ein super Spieler", sagte Jorginho, Co-Trainer der Seleção. "Aber er hat keine Chance mehr. Die hatte er 2007, als er für Brasilien bei der Copa América spielen sollte. Er wollte nicht, deshalb ist es vorbei."    Der 35 Jahre alte Zé Roberto hatte vor dem HSV-Spiel gegen Bayern München erklärt, es wäre sein gröter Traum, noch eine WM für Brasilien zu spielen.

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