Desolate Straßen in Elmshorn : Gegen Schlaglöcher und Risse

Bis August 2016 sollen die Bauarbeiten an der sanierungsbedürftigen Max-Planck-Straße abgeschlossen sein.
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Bis August 2016 sollen die Bauarbeiten an der sanierungsbedürftigen Max-Planck-Straße abgeschlossen sein.

Die Sanierung der Max-Planck-Straße kostet etwa eine Million Euro.

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28. Juli 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Schlaglöcher, Risse, Flicken, unebene Gehwege, starke Absackungen der Bordsteine: Dieses Bild zeigt sich derzeit noch in der Max-Planck-Straße in Elmshorn. Für geschätzt eine Million Euro soll die zirka 400 Meter lange Hauptzufahrtsstraße in das Industriegebiet Nord inklusive des Knotenbereichs Carl-Zeiss-Straße und Justus-von-Liebig-Straße in mehreren Bauabschnitten bis August 2016 saniert werden. Das erläutert Petra Langefeld, Leiterin des Flächenmanagements der Stadt Elmshorn. Seit dem Bau der Straße Mitte der 1960er-Jahre sei diese Straße nie saniert, sondern immer nur geflickt worden. Jetzt hat die Komplett-Sanierung begonnen.

„Es wird alles rausgerissen und neu gebaut“, so Thomas Kempe, Sachgebietsleiter Technik im Flächenmanagement der Stadt Elmshorn. Die komplette Fahrbahn werde ertüchtigt, der Untergrund ausgetauscht sowie eine neue Schotterschicht und je nach Bodenbeschaffenheit auch eine Frostschutzschicht eingebaut, bevor ein neuer Asphalt aufgetragen werde. „Wir sind nicht nur an der Oberfläche tätig. Auch die Straßenentwässerung wird neu gemacht“, so Kempe. Der Gehweg-Bereich sowie die Straßenbeleuchtung würden ebenfalls erneuert.

Der schlechte Zustand der Max-Planck-Straße sei allerdings kein Sonderfall. Zirka 80 bis 90 der insgesamt 400 öffentlichen Straßen Elmshorns, die vom Flächenmanagement der Stadt betreut werden, seien „dringend sanierungsbedürftig“, sagt Kempe. Darüber hinaus gebe es weitere Straßen, an denen immer wieder nachgeflickt werden müsse. Die Straßen würden regelmäßig kontrolliert. „Wir melden der Politik immer wieder Straßen. Es gibt irgendwann einen Punkt, wo man mit Flicken nicht mehr weiterkommt. Wir haben als verantwortliches Amt einfach zu wenig Geld, um alle Straßen in Ordnung zu halten.“ Dass zu wenig Geld für die Infrastruktur bereit stehe, sei jedoch ein bundesweites Problem, merkt er an.

Haushaltsmittel für Sanierung sind bereitgestellt

Für die Arbeiten in der Max-Planck-Straße wurden die Haushaltsmittel laut Langefeld jetzt allerdings bereitgestellt. Mit Verkehrsbehinderungen sei bereits im ersten Bauabschnitt im Kreuzungsbereich von Max-Planck-Straße, Carl-Zeiss-Straße und Justus-von-Liebig-Straße zu rechnen. Die Sanierungen werden – in verschiedene Baufelder aufgeteilt – bis Mitte September andauern, so Kempe. Auch jeweils die ersten 30 Meter von Carl-Zeiss-Straße und Justus-von-Liebig-Straße sollen vom Knotenbereich an erneuert werden. Vollsperrungen werde es in diesem Bauabschnitt nicht geben, jedoch Einschränkungen und eventuelle Wartezeiten für Autofahrer. Mit den anliegenden Unternehmen seien Termine für Anlieferungen abgesprochen worden.

Im zweiten Bauabschnitt wird der westliche Teil der Max-Planck-Straße unter Vollsperrung saniert wie Kempe erläutert. „Alle Anlieger haben Zufahrtsmöglichkeiten von Sibirien.“ Dieser Bauabschnitt soll abhängig von den Witterungsverhältnissen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, bevor im dritten Bauabschnitt der Ostteil der Max-Planck-Straße voll gesperrt werden soll und die Zufahrt nur über die Carl-Zeiss-Straße möglich sein wird. Im August 2016 sollen die Bauarbeiten beendet sein.

„Von den geschätzten Sanierungskosten in Höhe von einer Million Euro werden 75 Prozent (zirka 800  000 Euro) auf die Anlieger umgelegt“, so Diana Markstein, Mitarbeiterin des Flächenmanagements. Weitere Straßensanierungen sind in den nächsten zwei Jahren laut Kempe auch in der Ollnsstraße, Jündewatterstraße, Bornhöftstraße, Käppen-Meyn-Platz und Rudolf-Diesel-Straße geplant.

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