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Ochsenweg in Elmshorn : Gefährliche Überquerung: Kreuzung macht Radfahrern Probleme

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schon im vergangenen Jahr hatte der Grenzweg, der in Elmshorn zum überregionalen Radweg Ochsenweg gehört, für Unmut gesorgt.

Elmshorn | Schon im vergangenen Jahr hatte der Grenzweg, der in Elmshorn zum überregionalen Radweg Ochsenweg gehört, bei Klaus Junker für so viel Unmut gesorgt, dass er sich an shz.de wandte. „Das Stück Weg ist einfach erbärmlich“, findet er auch jetzt wieder deutliche Worte – denn an der Situation hat sich nichts geändert. Junker ist begeisterter Radfahrer und macht gerne längere Touren. Spaß mache das in Elmshorn aber nicht, denn der Ochsenweg, eine Radfernstraße, die die historische Landtrasse zwischen Dänemark und Wedel nachzeichnet, hat gleich zwei Mängel im Stadtgebiet.

So stört Junker zum einen der schlechte Zustand des Weges zwischen der Kreuzung Wittenberger Straße und Horst. Die Betonplatten sind zum teil versackt und es gibt einige Schlaglöcher auf der Strecke.

Noch mehr stört Junker aber die Verkehrssituation an der Kreuzung Grenzweg/Wittenberger Straße. Pkw auf der Wittenberger Straße dürfen hier 100 km/h fahren. Zusammen mit dem dichten Verkehr mache dies es den Radfahrern schwer, die Straße zu überqueren. Als er einmal mit Kindern unterwegs war, sei er sogar wieder umgedreht: zu gefährlich. Dass auf der nahen Brücke eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht, an der Kreuzung aber nicht, ärgert Junker besonders: „Um Brückenschäden zu vermeiden, sind dort nur 50 km/h erlaubt. Damit Radfahrer nicht in Gefahr geraten, gibt es aber keine Begrenzung.“ Er wünsche sich eine Überquerungshilfe, eine Bedarfsampel oder Verkehrsinsel, oder zumindest eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge auf der Wittenberger Straße.

Zuständig für die Beaufsichtigung der Verkehrssituation ist der Kreis Pinneberg, der sich der Sache nun annehmen will. Silke Dräger, Leiterin des Fachdienstes Straßenbau, hat die Kreuzung inspizieren lassen, aber auf Grund des Abrisses der Krückaubrücke seien nur wenig Fahrzeuge auf der Wittenberger Straße unterwegs gewesen. „Wir haben überhaupt keine repräsentativen Zahlen. Wir werden uns das angucken, wenn der Verkehr wieder richtig fließt“, verspricht die Fachdienstleiterin. Im Dezember soll eine neue Brücke stehen und die Wittenberger Straße wieder freigegeben werden.

Für die Instandhaltung des Grenzwegs ist die Stadt Elmshorn zuständig. Den schlechten Zustand erklärt Petra Langefeld, Amtsleiterin im Flächenmanagement, damit, dass dieser kein Durchgangsweg für Autofahrer sondern lediglich für Anlieger frei sei. „Wir haben so viele Straßen in Elmshorn, die dringend saniert werden müssen – da können wir nicht mit den kleinsten anfangen.“

Auch die Elmshorner Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hat die Stelle nach Anfrage unserer Zeitung in Augenschein genommen. Für Holger Cordes ist die Missachtung von Radfahrerinteressen ein überregionales Problem: „Es fehlt meiner Ansicht nach in Schleswig-Holstein generell an Förderung und Ausbau nach aktuellen Qualitätsstandards bei den Fernradwegen.“

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erstellt am 25.Apr.2017 | 16:30 Uhr

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