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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 18:53 Uhr

Gefährliche Hunde werden teurer

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 17:09 Uhr

Betroffen sind höchstens vierzehn Hunde in Elmshorn. Trotzdem war die Hundesteuer – genauer gesagt die erhöhte Besteuerung für gefährliche Hunde – ein Aufregerthema im Stadtverordnetenkollegium.

Konkret ging es darum, Hunde, die von der Ordnungsbehörde als bissig und damit gefährlich eingestuft werden, höher zu besteuern. Diese Einstufung betrifft in Elmshorn seit 2005 14 Hunde und kann nach zwei Jahren durch einen erfolgreich bestandenen Wesenstest wieder rückgängig gemacht werden.

Normalerweise beträgt in Elmshorn die Hundesteuer jährlich 90 Euro. Der Vorschlag der Verwaltung lautete, gefährliche Hunde mit 540 Euro zu besteuern. Das würde zwar für die Stadt zu Mehreinnahmen von 6300 Euro führen. Der Mehraufwand für die Verwaltung würde aber in ähnlicher Höhe liegen, weshalb sich die Steuererhöhung finanziell für die Stadt kaum rechnen würde. Es geht also nur um die abschreckende Wirkung.

Die SPD-Fraktion lehnte die Mehrbesteuerung ab, eben wegen des hohen Verwaltungsaufwands. Dazu komme, dass der präventive Nutzen nicht zum Tragen käme, weil die höher besteuerten Hunde ohnehin schon auffällig geworden seien und deshalb unter anderem einen Maulkorb tragen müssten. „Aus unserer Sicht liegt das Problem auch nicht beim Hund selbst, sondern am anderen Ende der Leine“, sagte Ulrich Lenk (SPD).

Gerade weil das Problem eher beim Menschen zu suchen ist, hält die CDU die Steuer dagegen für eine gute Möglichkeit zur Abschreckung. „Wenn ein Kind verletzt wird, klagen die Leute uns an, weil wir nichts unternommen haben“, sagte Immo Neufeldt (CDU). Ähnlich sahen das auch die Vertreter von FDP und Grünen, weshalb die Steuererhöhung mit den Gegenstimmen der SPD beschlossen wurde.

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