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Elmshorner Nachrichten

18. Oktober 2017 | 19:18 Uhr

Elmshorn : Ganz entspannt mit Fliege und Frack

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Musikalischer Spaß auf hohem Niveau: Neujahrsgala im Elmshorner Saalbau mit der "Brass Band Berlin".

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Der Schlagzeuger kommt auf die Bühne und gibt ganz leise den Rhythmus vor. Tuba und Percussion folgen, das eingängige Thema von Ravels "Bolero" breitet sich immer kräftiger im Saal aus. Die Solisten treffen ein, jeder Musiker wird vom Publikum mit Applaus empfangen: Klarinetten, Trompeten, Posaunen und Banjo. Zum fulminanten Schluss kommen Gong und große Trommel zum Einsatz.

Das Stück dauert bei der "Brass Band Berlin" nicht, wie im Original, mehr als eine Viertelstunde. An diesem Abend geht es nicht darum, musikalische Feinheiten bis ins Detail auszukosten. Obwohl die elf Musiker auf der Bühne durchaus das Zeug dazu haben und das bei ihrer Arbeit in namhaften Orchestern unter Beweis stellen. Aber bei der Neujahrsgala soll es lockerer zugehen. Die Arbeitskleidung auf der Bühne besteht aus Frack mit roter Fliege und Bauchbinde, die Performance und die Moderation sind witzig angelegt.

"Schick angezogen und dieser Klamauk nebenbei", das gefällt Maren Bonnhoff aus Horst. Die Musik ist eine „wunderbare Mischung“ findet die Besucherin: „für ein Neujahrskonzert sehr gut.“

Der Elmshorner Bruno Pahlke, regelmäßiger Besucher der Neujahrsgala im Saalbau, freut sich über das Programm: „Alles Schlager und so weiter, die man kennt.“

Damit hat er die Musikauswahl passend beschrieben: Keine Überraschungen, von vielem etwas, alles gut bekannt. Die Samba „Tico Tico“, Schostakwitschs „Second Waltz“, „My Fair Lady“. „The Shadow Of Your Smile“, Swing – alles innerhalb der ersten drei Takte zu erkennen und irgendwie bei jedermann beliebt. Wenn Bandleader Thomas Hoffmann ankündigt, dass es jetzt „glennmillert“, kommt natürlich „In The Mood“.

Alle Stücke werden musikalisch ohne Fehl vorgetragen: „Die sind alle gut“, bewertet Silke Johannßen aus Quickborn die Musiker. Sie spielt selbst Saxofon und ist mit Vater, Mutter und Bruder ins Konzert gekommen; ihr schlichtes Fazit: „gut“.

Als Besonderheit setzen die Berliner Musiker auf einen Schuss Slapstick in ihrem Auftritt. Da wuseln plötzlich drei Klarinettisten um den Mann am Mikro herum, der Posaunist bläst rückwärts zwischen seinen Beinen durch, was Bandleader und Oberwitzbold Thomas Hoffmann mit demonstrativ zugekniffener Nase quittiert. Hoffmann mutet auch bei seWitzen dem Publikum keine Überraschungen zu, er zitiert Heinz Erhardt oder leitet seine Moderation ein mit: „Kennen Sie den?“.

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