„Fuchsbau“ vor ungewisser Zukunft

40 Kinder werden derzeit im Kindergarten „Fuchsbau“ von Leiterin Conny Leser und ihrem Erzieher-Team betreut.
40 Kinder werden derzeit im Kindergarten „Fuchsbau“ von Leiterin Conny Leser und ihrem Erzieher-Team betreut.

Immer weniger Kinder aus Bokholt und den Umlandgemeinden im Kindergarten

shz.de von
06. Juni 2014, 12:23 Uhr

Der Kindergarten Fuchsbau in Bokholt-Hanredder blickt einer ungewissen Zukunft entgegen. Mit 40 Kindern sei man zwar derzeit voll ausgelastet, wie Conny Leser, Leiterin des Kindergartens, berichtet. Aber wie und in welcher Form der Kindergarten weiter betrieben werden kann, sei offen. Das Problem: „Es kommen nicht genügend Bokholter Kinder nach“, so Leser. Die Kindergarten-Leiterin hatte ihre Zahlen bereits vergangene Woche im Bokholter Ausschuss für Schule, Jugend, Soziales und Freizeit vorgestellt. Laut Leser werden derzeit 40 Kinder betreut. „Im Sommer verlassen uns 13 Kinder und acht kommen neu hinzu“, so die Leiterin. Nach aktuellem Stand würden fünf Plätze freibleiben. Im Januar 2015 sollen die nächsten Kinder aufgenommen werden. „Wir sind dann wieder voll besetzt“, so Leser. „Aber im Sommer 2015 geht dasselbe Spiel wieder von vorne los.“

„Die Tendenz ist, dass wir aus den umliegenden Gemeinden weniger Kinder bekommen“, so Leser. Vielerorts würde neu gebaut, und damit würden mehr Kita-Plätze geschaffen werden. „Die Gemeinde muss sich schnellstmöglich Gedanken machen, wie es weitergeht. Wir haben schon in den vergangenen Jahren nur überlebt, weil wir Kinder aus den Umlandgemeinden hatten.“

Zwei Möglichkeiten hatten die Politiker im Ausschuss diskutiert. So wies Marie-Luise Wolfgramm (CDU) darauf hin, dass in Barmstedt Kita-Plätze fehlen würden. Aber: Bewerben sich Eltern aus Barmstedt oder anderen Gemeinden in Bokholt, plädieren Leser und ihr Team dafür, dass diese Kinder zu ihrem eigenen Wohl die kompletten drei Jahre in der Bokholter Kita bleiben. Das Problem: „Viele Gemeinden übernehmen die Kosten nur für ein Jahr mit der Option, dass die Kinder danach in den Wunsch-Kindergarten in ihrer Gemeinde wechseln können.“ Das sei aber schwierig: „Wir möchten kein Durchgangskindergarten werden“, so Leser. Die ersten drei Monate im Kindergarten seien für ein Kind die intensivste Phase. Freundschaften werden geschlossen, eine Bindung zu Erziehern aufgebaut. „Und dann sind sie wieder weg“, sagt Leser. Gerade für Kinder, die sich nur schwer von ihren Eltern lösen können, sei das schwierig.

Weiter möglich sei die Gründung einer Familiengruppe. Dabei würden zehn Ü3- und fünf U3-Kinder eine Gruppe bilden. Dann könnte das Fuchsbau-Team nur noch 35 Kinder aufnehmen. „Es könnte passieren, dass man dann Elementar-Kinder ablehnen müsste.“ Zudem müssten Teile des Gebäudes für die Betreuung umgebaut werden.

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