Statistik : Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt

Aufschwung: Auf der   Baustelle des neuen Futterhaus-Büros am Ramskamp  geht es per Kran nach oben. Roland Tekschow  von Uni-Bau  und Kranführer Frank Kalkhofen sorgen für Nachschub in der Höhe. Auf dem Arbeitsmarkt in ider Baubranche geht es auch aufwärts - genauso wie im Garten- und Landschaftsbau und dem Hotel- und Gaststättengewerbe.  Foto: Sven Rohr
Aufschwung: Auf der Baustelle des neuen Futterhaus-Büros am Ramskamp geht es per Kran nach oben. Roland Tekschow von Uni-Bau und Kranführer Frank Kalkhofen sorgen für Nachschub in der Höhe. Auf dem Arbeitsmarkt in ider Baubranche geht es auch aufwärts - genauso wie im Garten- und Landschaftsbau und dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Foto: Sven Rohr

Hartz-IV-Empfänger, ältere Arbeitslose und Schwerbehinderte profitieren nur wenig oder gar nicht von der positven Entwicklung

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01. April 2011, 08:20 Uhr

Elmshorn | Das anhaltend gute Wetter lässt die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Elmshorn deutlich sinken. In den Landkreisen Steinburg und Pinneberg sowie dem Raum Norderstedt waren im März 16 250 Frauen und Männer arbeitslos. Das sind 784 (4,6 Prozent) weniger als im Februar und 994 (fast 5,8 Prozent) weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank binnen Monatsfrist von 6,3 auf 6,0. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,5.

Damit liegt nach dem starken Rückgang der letzten Wochen die Arbeitslosigkeit wieder auf dem gleichen niedrigen Niveau wie vor der Wirtschaftskrise im März 2008. Besonders bei der Agentur für Arbeit wurden weniger Arbeitslose (Arbeitslosenversicherung) gezählt, während im Bereich der Jobcenter (Grundsicherung, Hartz IV) der Rückgang geringer ausfiel.

"Vor allem saisonale Effekte führten zu dem Rückgang der Arbeitslosigkeit im März. Besonders im Baugewerbe, Garten- und Landschaftsbau und dem Hotel- und Gaststättengewerbe wurde wieder eingestellt. Viele Beschäftigte, die über die Wintermonate freigesetzt waren, besitzen einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Daher ist der Rückgang bei der Arbeitsagentur deutlicher zu spüren, als in den Jobcentern", so Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Von den insgesamt 16 250 Arbeitslosen betreute die Agentur für Arbeit Elmshorn (Arbeitslosenversicherung) im März 6962. Damit sank die Zahl um 527 Personen oder 7,0 Prozent gegenüber dem Vormonat. Es waren 959 Personen oder 12,1 Prozent weniger als vor einem Jahr bei der Arbeitsagentur gemeldet.

Bei den Jobcentern (Grundsicherung, ehemals ARGEn) wurden 9288 arbeitslose Männer und Frauen registriert, dies waren 257 oder 2,7 Prozent weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl um 35 Personen oder 0,4 Prozent.

Im Kreis Steinburg waren im März 4470 Männer und Frauen arbeitslos. Dies waren 244 oder 5,2 Prozent weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Zahl um 246 Personen oder 5,2 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,6 Prozent gegenüber 7,0 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr hatte sie 7,0 Prozent betragen.

Die Arbeitslosenzahl ist im Kreis Pinneberg im Vergleich zum Februar um 473 Personen oder 4,7 Prozent auf 9600 gesunken. Gegenüber dem Vorjahr liegt die Zahl um 714 Personen oder 6,9 Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,0 Prozent gegenüber 6,3 Prozent im Vormonat. Vor einem Jahr hatte sie 6,6 Prozent betragen.

Die jüngeren Arbeitslosen profitierten besonders von der wirtschaftlichen Erholung der letzten Monate auf dem Arbeitsmarkt, während es älteren und schwerbehinderten Arbeitnehmern schwerer fällt wieder in Arbeit zu kommen.

"Menschen, die älter sind oder gesundheitliche Handicaps haben, müssen deshalb nicht weniger leistungsfähig sein. Oftmals zeichnen sie sich durch eine gute fachliche und soziale Qualifikation sowie hohe Loyalität aus. Für Arbeitgeber liegt hier noch ein wertvolles Potenzial an motivierten Arbeitskräften", so Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Die Zahl der arbeitslosen jüngeren Arbeitnehmer (15 bis unter 25 Jahre) ist im Vergleich zum Vorjahr um 27,8 Prozent zurückgegangen. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 bis unter 65 Jahre) im gleichen Zeitraum um 12,7 Prozent und die der Schwerbehinderten um 14,0 Prozent an.

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