Friederike ist dann mal weg

Freiwilligendienst: Friederike Börensen (18) aus Seeth-Ekholt geht nach Peru

shz.de von
23. August 2018, 16:25 Uhr

Vorfreude. Aufregung. Nervosität. Die Gefühlswelt von Friederike Börensen ist in den letzten Tagen und Wochen gehörig durcheinander geraten. Wer will es der jungen Dame aus Seeth-Ekholt verdenken. Gestern startete ihr Flieger von Berlin. Über Madrid geht es in die peruanische Hauptstadt. Von da mit dem Flugzeug weiter in den Regenwald, in die Stadt Iquitos. Zirka 400 000 Einwohner. „Da führt keine Straße hin“, sagt die 18-Jährige.

Bundesfreiwilligendienst im Ausland: Für die nächsten elf Monate wird Iquitos zu Friederikes Heimat. „Ich werde dort in verschiedenen Projekten eingesetzt, speziell im Gesundheitsbereich.“

Raus aus dem kleinen, beschaulichen Seeth-Ekholt-Kosmos, rein in die Welt, rein ins Abenteuer. Von ihren Eltern, dem großen Bruder, der kleinen Schwester und all ihren Freunden hat sie sich verabschiedet. „Das fühlt sich schon etwas komisch an“, sagt die Abiturientin. Kontakt wird sie über die sozialen Medien halten.

Für sie stand schon seit der Oberstufe fest, dass sie nach dem Abi nicht gleich mit einer Ausbildung oder einem Studium beginnt. „Ich will etwas von der Welt sehen, eine Aufgabe bewältigen und Verantwortung übernehmen.“ Sie freut sich auf die neue Kultur, die sie kennen lernt, auf die Menschen und die Natur. Sie fühlt sich gut vorbereitet. Spanisch hatte sie drei Jahre in der Schule und ein Schüleraustausch führte sie für drei Wochen nach Panama.

Den Weg nach Peru hat ihr „weltwärts“ ermöglicht, der entwicklungspolitische Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Organisation übernimmt zirka 75 Prozent der Kosten. Beworben hatte sich die Schülerin im Oktober 2017 bei dem Verein AFS Interkulturelle Begegnungen. Friederike Börensen hat die Aufgabe, über einen Förderkreis 2750 Euro an Spenden zu sammeln, die dann an AFS gehen.

Der zwölfte Monat: Der steht Friederike – wenn sie möchte – zur freien Verfügung. „Ich habe mich noch nicht entschieden, ob und wie ich ihn nutze.“ Jetzt will sie erstmal ankommen und in die neue Welt eintauchen. Das große Abenteuer Peru kann beginnen.



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Elf Monate in Peru: Die EN werden Friederike in dieser Zeit begleiten und regelmäßig in ihrer Online-Ausgabe über ihren Freiwilligendienst berichten.

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