Trinkspiel-Treffen : Freuchtfröhliches Treiben bei der Flunkyball-WM in Elmshorn

Geschicklichkeit im Werfen musste man/frau beherrschen, aber auch das Trinken.
Foto:
1 von 4
Geschicklichkeit im Werfen musste man/frau beherrschen, aber auch das Trinken.

Etwa 2500 Besucher trafen sich in Elmshorn zur Flunkyball-WM. Der neuer Standort am Steindammpark hat sich bewährt.

shz.de von
11. Mai 2018, 12:00 Uhr

Elmshorn | Zeitweise volksfestartige Züge zeigten sich während der jüngsten Ausgabe der „Flunkyball-WM“ in Elmshorn, die am Himmelfahrtstag erstmals auf der Zirkuswiese am Steindammpark ausgerichtet wurde. Mehr als 2500 Besucher pilgerten zu dem Spektakel, bei dem sich insgesamt 55  Teams aus dem In- und Ausland in mehreren Runden engagierte Duelle lieferten, bei dem keine Kehle trocken blieb.

Kein Wunder, denn nachdem die jeweils in der Mitte von insgesamt fünf Spielfeldern platzierte Bierflasche durch einen Wurf fiel, hieß es für die im Vorteil befindlichen Teammitglieder: Schnell eine Bierflasche leeren, bevor der Gegner die Flasche wieder aufrichtet. Das nicht ganz unumstrittene Trinkspiel, das vermutlich auf einem Open-Air-Festival seinen Anfang nahm, sorgt auf diese Weise für alle Beteiligten – Aktive wie Zuschauer – für eine Menge Spaß, was die anhaltende Beliebtheit der „Flunkyball-WM“ erklärt. Die Indentifizierung mit dem feuchtfröhlichen Kern dieses „Sports“ zeigt sich offen in den Namen der teilnehmenden Teams wie „SV Liter“, „Die Schönen und das Bier“, „Die 4 Jahresbreiten“, „Masturbier“ und „Dynamo Tresen“.

„Das Spiel passt bestens zum Vatertag“, erklärt Jonas Jensen vom Organisations-Team der Elmshorner Veranstaltung, die im vergangenen Jahr stark in die Schusslinie der Kritik geriet, als es am vorherigen Austragungsort im Krückaupark zu Zwischenfällen kam.

Mehr Spannung durch Gewitterwolken

Die Folge war die örtliche Verlegung die Turniers sowie ein völlig neu erstelltes Sicherheitskonzept. Dazu gehören unter anderem die komplette Einzäunung des Veranstaltungsareals sowie der Einsatz professioneller Sicherheitskräfte. Die Maßnahmen wirkten sich am Turniertag offensichtlich in keiner Weise negativ aus. Die Atmosphäre auf dem Gelände war von Beginn an sehr positiv und erinnerte eher an ein großes Rockfestival im Sommer. Zeitweise verwöhnte die Sonne samt hochsommerlicher Temperaturen die „Flunkyball“-Fans, und Gewitterwolken sorgten ab Mittag für zusätzliche Spannung. Verstärkte Polizeipräsenz wurde im weiteren Verlauf des Nachmittags vor Ort erforderlich, da zahlreiche typische Vatertags-Pilger samt Bollerwagen und erhöhten Promillewerten am Gelände erschienen. Etwaige Konfliktsituationen wurden somit im Keim erstickt.

Die Ausscheidungen der „Flunkyball-WM“ zogen sich bis in den frühen Abend hinein. Der Erlös der Veranstaltung aus Flaschenpfand und einigen Spenden fließt dem Elmshorner Johannes-Hospiz zu, wo für den dortigen chinesischen Garten Bänke angeschafft werden sollen.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen