Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf : „Freiheit im Sinne Gottes leben“

Der Innenhof der ehemaligen Reit- und Fahrschule Elmshorn zeigte sich zum Open-Air-Pfingstgottesdienst über aus gut gefüllt.
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Der Innenhof der ehemaligen Reit- und Fahrschule Elmshorn zeigte sich zum Open-Air-Pfingstgottesdienst über aus gut gefüllt.

Beeindruckender Open-Air-Gottesdienst des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf im Innenhof der ehemaligen Reit- und Fahrschule.

shz.de von
26. Mai 2015, 16:00 Uhr

So gut gefüllt zeigt sich der Innenhof der ehemaligen Reit- und Fahrschule beim Holsteiner Verband an der Elmshorner Westerstraße gewöhnlich nur, wenn in der benachbarten Reithalle beispielsweise hochkarätige Konzerte des Schleswig-Holstein Musik Festivals stattfinden. Doch diesmal, am Vormittag des zweiten Pfingstfeiertages, kamen dort mehr als 200 Menschen zusammen, weil der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf zu einem aufwändig gestalteten Open-Air-Pfingstgottesdienst eingeladen hatte.

Trotz der etwas eingetrübten Wetterlage – es war überwiegend bewölkt mit nur kleinen sonnigen Intervallen und auch nicht mehr so warm wie am Vortag – wurde den Anwesenden durchweg ein Gefühl vermittelt, dennoch an einem Sommerfest teilzunehmen. Und das kam nicht von ungefähr: Die Bühne, auf der sich ein geschmückter Altartisch befand, zeigte sich mit farbenfrohem Blumenschmuck versehen und die Stallfenster im Hof waren geöffnet, aus denen mehrere Pferde das für sie eher ungewöhnliche Geschehen neugierig verfolgten – sehr zur Freude einiger Kinder, die diese Gelegenheit nutzten, mit den Tieren näher in Kontakt zu kommen.

Pünktlich um 11 Uhr begann der Gottesdienst, der sich in den folgenden rund 80 Minuten durch mehrere musikalische Darbietungen aufgelockert, als überaus kurzweilig erwies. Es musizierten der Projektchor aus Chören des Kirchenkreises unter der Leitung des Kreiskantors Joachim Poelchau sowie die Posaunenchöre unter anderem vom Bezirk Westholstein unter der Leitung von Kerrin Otte von der Bezirksleitung der Posaunenmission Hamburg/Schleswig-Holstein. Mehrere Kirchenlieder wie „O Heiliger Geist, kehr bei uns ein“ , „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“, „Gott kann nicht malen“ oder „Komm, Heiliger Geist, mit Deiner Kraft“ erklangen und wurden teilweise gemeinsam mit den Besuchern des Gottesdienstes gesungen. Im Mittelpunkt des feierlichen Vormittags stand eine Predigt, die sich um das Thema „Freiheit“ drehte. Propst Thomas Bergemann skizzierte auf beeindruckende Weise, wie vieldeutig dieser Begriff interpretierbar sei und von unzähligen Menschen heutzutage auf ihr persönliches Leben bezogen auch falsch verstanden gelebt werde. Es seien nicht „die Maßstäbe der Welt“ dafür ausschlaggebend (beispielsweise der jeweilige Status in der Gesellschaft, Geld und Macht), wie jeder Einzelnen mit seiner Freiheit umzugehen habe. Eher sei ein unkonventioneller Umgang mit der Freiheit anzustreben, der dafür sorge, dass – so Bergemann - nicht jeder nur für sich und seine Freiheit aktiv sei. Die Menschen sollten Freiheit dazu nutzen, „mehr Barmherzigkeit und Güte“ zuzulassen und sich auch denen nähern, um die es nicht so gut bestellt sei.

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