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Elmshorner Nachrichten

21. November 2017 | 05:39 Uhr

Elmshorn : Freie Bahn zur Saisoneröffnung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vor allem Stammgäste lassen sich wegen der kühlen Witterung zum Auftakt im Elmshorner Freibad blicken.

Elmshorn | „Oh, schön leer!“ Christa Vogt wirft auf dem Weg zur Umkleidekabine einen Blick ins Becken und freut sich: Sie wird gleich viel Platz zum Schwimmen finden. Heute öffnet das Elmshorner Freibad zum ersten Mal in dieser Saison, und die Stammgäste sind um 9   Uhr morgens schon da. Oder schon wieder weg wie die ältere Dame, die im Foyer bereits auf dem Heimweg war: „Für uns ist das spät, sonst sind wir um halb sieben hier“, stellte sie klar.

Aber heute ist Sonntag, da öffnet das Freibad erst um acht. Bis mittags ist das Sportbecken mit den 25 Meter langen Bahnen täglich gleichmäßig gefüllt, egal wie das Wetter ist, berichtet Schwimmmeisterin Carolin Schifferdecker. Dann sind die Frühschwimmer unterwegs, die regelmäßig kommen, insgesamt rund 100 Besucher. Die meisten Gesichter kennt Schifferdecker nach einem Monat Arbeit in Elmshorn schon.

Michael König geht sieben Mal pro Woche schwimmen, immer für zweieinhalb Stunden von acht bis halb elf. „Ich bin Diabetiker, ist muss viel Bewegung haben“, erklärt er sein Pensum. Wenn er regelmäßig schwimmt, kann er auf Injektionen verzichten. „Nebenbei habe ich 30 Kilo abgenommen“, berichtet er von seinen zweieinhalb Jahren Training.

König trägt beim Schwimmen seine Brille, bei ihm spritzt es kaum. Drei ältere Damen bewegen sich in seiner Nähe, sie kommen in fast senkrechter Haltung nur langsam voran. Aber um viele Meter geht es ihnen offenbar nicht, sie haben sich im Wasser viel zu erzählen. Auch König trifft im Bad „nette Leute, mit denen man sich unterhalten kann.“ Es falle auf, wenn einer wegen Urlaub oder Krankheit fehle.

Andere Stammschwimmer gehen es sportlicher an. „1000 bis 2000 Meter, ein bisschen mit Flossen, sonst kraulen“, umreißt Ulrike Pape ihr Pensum, dass sie zwei Mal pro Woche absolviert, immer dienstags und freitags um acht, wenn die Kinder aus dem Haus sind und sie frei hat. „Die grüßen immer schon aus dem Wasser“, beschreibt sie ihr Verhältnis zu den anderen Stammgästen. Dass Pape flotter unterwegs ist als die Rentner, störe nicht weiter: „Das sortiert sich.“

Verena Vollmer hat vor einer Woche wieder angefangen mit dem Schwimmen. Ein bis anderthalb Stunden dauert ihr Programm mit Brust, Freistil und besonderen Übungen: „Rücken hapert noch.“ Als Jugendliche war die Barmstedterin Leistungsschwimmerin, jetzt greift sie das wieder auf. Ihr Schichtdienst in Hamburg macht ihr anderen Sport schwierig, jetzt will sie zwei bis drei Mal pro Woche abends, nach der Frühschicht, ins Wasser steigen. Wenn das nicht klappt, „mache ich am Wochenende mehr“, gibt sie sich diszipliniert.

„Ab jetzt regelmäßig“ lautet der Vorsatz von Carmen und Jürgen Wenzel. Sie haben in der Zeitung von der Öffnung des Freibads gelesen und beschlossen, dass sie ab sofort häufiger wiederkommen: „Man will etwas für sich tun“, sagt Jürgen Wenzel. „Mit einer Zehnerkarte fangen wir an“, ergänzt seine Frau Carmen. Die beiden waren einige Jahre lang nicht im Freibad und loben die Renovierungen: „Schöne Umkleidekabinen, sauber“.

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