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Seeth-Ekholt : Fluss für Brückenbau umgeleitet

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Abrissarbeiten des mehr als 140 Jahre alten Bauwerks über die Ekholter Au in vollem Gang. Vollsperrung der K21 in Seeth-Ekholt.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Seeth-Ekholt | Staub, Lärm, Schutt, Vollsperrung: Die Abrissarbeiten der mehr als 140 Jahre alten Brücke über die Ekholter Au an der Kreisstraße 21 in Seeth-Ekholt haben am Mittwoch begonnen. Bis zum 30. August sollen das Bauwerk erneuert sowie Teilstücke des Radwegs an der Kreisstraße neu angelegt werden. Für die Zeit der Bauarbeiten ist die Straße von Seeth-Ekholt bis zur Kreuzung Oha voll gesperrt. Seit Dienstag ist kein Durchkommen mehr – weder für Autofahrer, Radler oder Fußgänger, erläutert Angela Biermann, Teamleiterin beim Fachdienst Straßenbau und Verkehr des Kreises Pinneberg.

250.000 Euro Kosten fallen für die Arbeiten an der Brücke an. Für 800.000 Euro werden außerdem Teilstücke des Radwegs von 500 Metern Länge in Seeth-Ekholt und 1,5 Kilometern zwischen Oha und Ellerhoop erneuert. Bezuschusst vom Land werden laut Biermann die Erneuerungen insgesamt mit 225.000 Euro.

„Die Belastung durch die Lkw wird immer größer. Irgendwann hält das beste Mauerwerk dem nicht mehr stand“, sagt Biermann über die Gründe dazu, warum das 1872 hergestellte Mauerwerksgewölbe mit der 1936 gebauten westlichen Verbreiterung erneuert werden muss. Die Schäden waren laut Biermann 2013 während einer Brückenprüfung festgestellt worden. Seitdem sei die Straße für den Schwerlastverkehr über 40 Tonnen gesperrt gewesen.

Um die Erneuerung zu ermöglichen, musste zunächst der Fluss umgeleitet werden. „Wir haben am Montag einen Bypass gelegt und auch vorhandene Ver- und Entsorgungsleitungen für Wasser und Gas umgelegt“, erläutert Polier Klaus Heller. „Derzeit fließt die Ekholter Au sechs Meter neben dem alten Bauwerk entlang.“ An die Stelle des alten Mauerwerksgewölbes soll laut Biermann ein 25 Meter langes elypsenförmiges Wellstahlrohr eingesetzt werden – mit einem Umfang von zehn Metern. Heller betont, dass in das Rohr auch eine Otterberme integriert sei, damit die Tiere nicht die Straße überqueren müssen.

Für einige Tage noch bleibt die Straße selbst für Fußgänger gesperrt. Heller sagt: „Die Einheimischen haben Verständnis, aber die Rucksacktouristen versuchen, über die Wiesen zu gehen, über Gräben zu waten – und bringen sich damit in Gefahr.“

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