Elmshorn : Flunkyball - Das Konzept ist aufgegangen

<p>Trotz Umzäunung und Sicherheitspersonal war die Stimmung auf dem Gelände entspannt. Foto: Marek</p>

Trotz Umzäunung und Sicherheitspersonal war die Stimmung auf dem Gelände entspannt. Foto: Marek

Nach den Problemen im letzten Jahr hatten die Organisatoren am Vatertag ein Sicherheitskonzept umsetzen müssen.

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15. Mai 2018, 14:29 Uhr

„Aus Sicht der Stadt war das Konzept richtig und ist voll aufgegangen.“ Vier Tage nach der ersten Flunkyball-WM im Steindammpark ist Stadtrat Dirk Moritz voll des Lobes über den Ablauf des Trinkspiel-Events, das Engagement der Organisatoren, das Verhalten der Teilnehmer und den Einsatz von Polizei und Ordnungsamt. Er spricht von einer „fröhlichen, ruhigen Veranstaltung“. Gerade einmal drei Anzeigen musste die Polizei in diesem Jahr im Umfeld des Turniers außerhalb des eingezäunten Geländes schreiben, eine wegen Cannabis-Besitzes, eine wegen Beleidigung eines Polizeibeamten und eine wegen einer Schlägerei zwischen zwei alkoholisierten Männern.

Die Flunkyball-WM 2017: Vor einem Jahr gab es viel Kritik von Polizei, Stadt und Anwohnern wegen insgesamt 68 Polizeieinsätzen und einem vermüllten Krückaupark. Als Konsequenz hatte die Stadt ein umfangreiches Sicherheitskonzept zur Voraussetzung für eine Genehmigung gemacht – auch, wenn der Ärger in erster Linie von betrunkenen Passanten auf Vatertags-Tour ausgegangen war (wir berichteten). Indem sie das Gelände einzäunten, Sicherheitspersonal einstellten, Toilettenwagen aufbauten und den Standort  in den Steindammpark verlegten, erfüllten die Mitglieder des jungen Organisatoren-Teams „Niel Eppenhofer“ um den 26-jährigen Jonas Jensen am Donnerstag alle Auflagen. Etwa 300 Teilnehmer und 1500 Besucher, die teilweise weite Wege aus der ganzen Bundesrepublik und aus Dänemark auf sich genommen hatten, feierten friedlich eine Party und verfolgten die Wettkämpfe. Einlass  war ab 16 Jahren.

Am Ende waren nicht nur Stadt und Polizei, sondern auch das Organisatoren-Team zufrieden mit dem Konzept.  „Wir waren überrascht, wie gut alles gelaufen ist“, sagt  Alexander Matzkewitz vom Orga-Team. „Die Stimmung war die beste, die wir je hatten. Tatsächlich hat alles genau so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben.“  Das Catering sei gut angenommen worden, das Team vom Deutschen Roten Kreuz habe nur einige Sonnenstiche und eine Platzwunde behandeln müssen. Die Sicherheits-Leute seien zwar nicht gerade beliebt bei den Besuchern gewesen, hätten sich aber mit dem richtigen Maß an professioneller Autorität durchsetzen können. Selbst das Wetter habe mitgespielt. „Als es einmal nach einem Sturm aussah, konnten wir über die Lautsprecheranlage alle in den Schutz der Pavillons rufen.“ Selbst von den Anwohnern habe es positive Rückmeldungen gegeben. „Wir hatten alle auf ein Freigetränk eingeladen“, sagt Matzkewitz. „Eine Dame schrieb uns nachher, wie gut es ihr bei uns gefallen habe und wie viele nette Leute sie kennen gelernt habe.“

Was das Geld betrifft: Den Kassensturz hat das Orga-Team noch nicht abgeschlossen, aber Matzkewitz kann schon jetzt berichten, dass der Erlös aus den freiwilligen  Spenden am Eingang deutlich höher als erwartet ausgefallen sei. Die Kosten für das Sicherheitskonzept wurden in erster Linie durch Sponsorengelder finanziert, so dass eine hohe Summe übrig bleiben wird für eine  Spende an das Elmshorner Johannis-Hospiz. Nur etwas mehr Unterstützung beim Aufräumen würde sich Matzkewitz  für das nächste Jahr wünschen. Aus Sicht von Stadtrat Moritz spricht gegen eine Wiederholung jedenfalls nichts. Alle Beteiligten hätten sich vorbildlich verhalten und am nächsten Morgen seien alle Spuren der Veranstaltung beseitigt gewesen. Moritz einziger Kritikpunkt: „Es gab zu wenige Toiletten. Da sollte nachgebessert werden.“ Auch Polizei-Chef Thorsten Buchwitz, dessen Kollegen  die ganze Zeit über außerhalb des Geländes Präsenz zeigten, war zufrieden: „Aus Polizei-Sicht ist alles sehr ruhig abgelaufen.“

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