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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 06:11 Uhr

Flüchtlinge ziehen ins Post-Gebäude

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Asyl Stadt trennt sich von Mietwohnungen / Zahl der Neuankömmlinge sinkt

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Monat für Monat schraubt der Kreis Pinneberg die Prognosen für die Flüchtlingszahlen zurück. Im Februar hieß es noch, in diesem Jahr müsse Elmshorn 750 Flüchtlinge erwarten. Im April rechnete man nur noch mit rund 500 Neuankömmlingen – mittlerweile geht die aktuelle Vorhersage von 250 Zuweisungen für Elmshorn im Jahr 2016 aus.

Dennoch bedeutet die Betreuung, Unterbringung und Integration der Flüchtlinge eine große Herausforderung für die Stadtverwaltung. Laut Stadtrat Dirk Moritz leben mittlerweile rund 1000 Flüchtlinge in Elmshorn – Familiennachzüge und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge inklusive. In Elmshorn sind in sechs Einrichtungen 30 Prozent aller unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Kreis untergebracht. Zum Vergleich: Bei den erwachsenen Flüchtlingen liegt der Schlüssel bei 16 Prozent.

Um die Unterbringungssituation der Flüchtlinge zu verbessern, will die Stadt ab dem 1. August die ersten Menschen im ehemaligen Bürokomplex der Deutschen Post am Briefzentrum an der Kurt-Wagener-Straße unterbringen. Ein Teil des zweigeschossigen Gebäudes ist bereits umgebaut worden. Entstanden sind überwiegend Einzelzimmer für rund 80 Personen. Dort will die Stadt in erster Linie alleinstehende Männer unterbringen.


Sicherheitsdienst sorgt für Ordnung


„Wir haben sehr viele Wohnungen angemietet, die von der Qualität nicht unseren Ansprüchen genügen“, erklärt Moritz. „Diese Wohnungen benötigen wir jetzt nicht mehr.“ Um Probleme in der zentralen Unterbringung am Stadtrand zu verhindern, wird die Stadtverwaltung externe Dienstleister beauftragen. Ein Reinigungsunternehmen wird sich um die Sauberkeit in den gemeinsam genutzten sanitären Anlagen kümmern, außerdem wird es eine soziale Betreuung und einen Sicherheitsdienst geben. „Wenn die Situation es erforderlich macht, können wir in einigen größeren Zimmern auch mehrere Leute unterbringen“, sagt Moritz.

Die Prognosen, wieviele Flüchtlinge noch in diesem Jahr kommen werden, sei wie ein Blick in die Glaskugel – niemand könne vorhersagen, wie sich die Fluchtrouten und die politische Situation verändern werden. Es sei also durchaus vorstellbar, dass mehr Menschen nach Elmshorn kommen als vorhergesagt.

Einer, der sich mit dieser Situation federführend auseinandersetzen wird, ist der Amtsleiter des neugeschaffenen Sozialamtes, Ralf Behn. Mehr über seine Person und die Ziele, die er sich gesetzt hat, steht auf Seite 5

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