Bismarckschule in Elmshorn : Flashmob an Schule: „Absolut geniale Aktion“

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Peter Rosteck wird mit Flashmob und Schulfest in den Ruhestand verabschiedet.

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04. Juli 2018, 13:00 Uhr

Elmshorn | Es ist ein sonniger Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr. Peter Rosteck, Schulleiter der Bismarckschule, und Bürgermeister Volker Hatje genießen ein gemeinsames Frühstück im Rathaus. Noch weiß Rosteck nicht, was in wenigen Minuten geschehen wird.

 

„Langsam wurde es vor dem Fenster lauter. Ich dachte, dass eine Klasse vielleicht einen Wandertag macht“, erzählt Rosteck hinterher. Was aber tatsächlich geschah, überstieg jegliche Vorstellungskraft des Schulleiters: Über tausend Schüler strömten verkleidet mit Rosteck-Masken auf den Vorplatz des Rathauses und empfingen ihn singend mit einigen umgedichteten Zeilen zur Melodie des Liedes „Die Biene Maja“. Überwältigt und gerührt von der „absolut genialen Aktion“ wie Rosteck selbst sagt, rollten auch einige Tränen.

Später bildeten alle Schüler eine Gasse, nahmen ihren Schulleiter in ihre Mitte, und zogen gemeinsam singend zurück zur Schule. Rosteck richtete noch einige Abschiedsworte an seine Schüler und bedankte sich für die gemeinsame Zeit, ehe er in seinem Büro verschwand. Während er durch ein Ablenkungsmanöver vom Schulhof fern gehalten wurde, liefen draußen bereits die Vorbereitungen für die nächste Überraschung: Ein Schulfest. Für Organisatorin Cornelia Cords eine Selbstverständlichkeit: „Bei einen Schulleiter wie Peter Rosteck war klar, dass die ganze Schulgemeinschaft mit einbezogen werden soll.“

Peter Rosteck (links) bekam einen Laufzettel überreicht, mit dessen Hilfe er sich sein Abschlusszeugnis erarbeiten musste.
Foto: conrad
Peter Rosteck (links) bekam einen Laufzettel überreicht, mit dessen Hilfe er sich sein Abschlusszeugnis erarbeiten musste.
 

Zu Anfang bekam Rosteck einen Laufzettel überreicht, anhand dessen er sich sein Abschlusszeugnis und somit seinen Ruhestand erstmal erarbeiten musste. Zu seinen Aufgaben zählen außer kniffligen Quizfragen zum Thema Erdkunde auch ein Bobbycarrennen, Torwandschießen oder Verkleiden. Jede Klasse trug etwas zum Gelingen dieses Fests bei –sei es ein Spiel- oder ein Essensstand. Eine Klasse bastelte sogar einen Briefkasten, in den Postkarten und Briefe mit lieben Abschiedsworten geworfen wurden. Diese gemeinsamen Aktionen zeigen, wie verbunden Rosteck mit der Schule war.

Rosteck blickt mit gemischten Gefühlen auf seine Pensionierung. „Es ist schön, keine Arbeitsbelastung mehr zu haben, aber die Kollegen und vor allem die Schüler werden mir sehr fehlen“, bilanziert er. Das zeichnete seine Arbeit laut seinen Kollegen aus: Er war, ist und bleibt mitten unter seinen Schülern. Auch Bürgermeister Hatje lobt Rostecks Engagement und bestätigt, dass für ihn „stets das Wohl der Schüler im Mittelpunkt seines Handelns stand“. Hatje verrät: „Rosteck war ein Schulleiter, wie ich ihn selber gerne gehabt hätte.“

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