Fit für den Sprung in die Schule

Zum Abheben: Lenja und ihre Kita-Kameraden springen unter Aufsicht von Erzieherin Anja Grünberg auf dem Trampolin. Foto: Schönstedt (3)
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Zum Abheben: Lenja und ihre Kita-Kameraden springen unter Aufsicht von Erzieherin Anja Grünberg auf dem Trampolin. Foto: Schönstedt (3)

"Hi-Ha-Hermann" bietet spezielle Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund / Zuschlag für Teilnahme an Bundes-Projekt

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01. April 2011, 08:21 Uhr

Elmshorn | Sprache und Sport - das sind die Schwerpunkte in der Kita "Hi-Ha-Hermann". Die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Hermann-Ehlers-Weg will den Kindern Spaß an der Bewegung vermitteln und sie bestmöglich auf die Schule vorbereiten. Doch genau das ist nicht so einfach. Denn die Kindertagesstätte hat einen hohen Ausländeranteil. Gut 60 Prozent der 119 Mädchen und Jungen leben in Familien mit Migrationshintergrund.

Das Erzieherteam rund um Gitta Saß, die die Kita seit der Eröffnung 1994 leitet, hat sich auf diese Problematik eingestellt. Mit besonderen Sprach-Angeboten werden die Kinder geschult. Neben einer vom Land finanzierten Sprachförderung für die Drei- bis Fünfjährigen bietet "Hi-Ha-Hermann" auch noch das Sprint-Programm. Dieses Sprach-Intensiv-Training wird ansonsten nur an Schulen angeboten. "Wir haben zum Glück eine speziell geschulte Mitarbeiterin und können so unsere Kinder in den letzten 20 Wochen vor dem Schulstart gezielt vorbereiten", erläutert Gitta Saß.

Das Sprachförderangebot an der in Hainholz gelegenen Kita wird jetzt sogar noch ausgebaut. Die Einrichtung hat den Zuschlag für die Teilnahme an einem Bundes-Projekt erhalten. Dank der Mittel aus dem Topf "Offensive Frühe Chancen" bekommt das Erzieherteam Verstärkung. Der Bund finanziert eine halbe Stelle für eine pädagogische Fachkraft mit einer Zusatzausbildung im Sprachenbereich. "Darüber freue ich mich riesig. Das wird unsere Fördermöglichkeiten deutlich verbessern", sagt Gitta Saß.

Auch neben der sprachlichen Förderung gibt es verschiedene Angebote in der Kita, um die Kinder auf die Schule vorzubereiten. Zum Beispiel die Lernwerkstatt. Hier beschäftigen sich die Mädchen und Jungen mit Mathe, Schrift und anderen Projekten. "Die Kinder sollen lernen, sich wie in der Schule auf eine Sache zu konzentrieren", erläutert die Leiterin.

Als großen Vorteil in Sachen Sport sieht Gitta Saß das großzügig gestaltete Gebäude der Kita. So bietet die Empfangshalle neben einem Eltern-Café und einer Rutsche samt Kletterburg bei schlechtem Wetter auch genügend Platz zum Spielen im Trockenen. Hinzu kommt noch die große Turnhalle, in der die Kinder regelmäßig Sport treiben. "Viele sitzen zu Hause nur vor der Glotze. Wir zeigen ihnen, wie viel Spaß Bewegung macht", so Gitta Saß.

Bei den Öffnungszeiten zeigt sich die Awo-Kita flexibel. Außerhalb der eigentlichen Betreuungszeit können Eltern ihre Kinder bereits ab 7 Uhr "abliefern" und bis 17.30 Uhr abholen. Ansonsten ist die Einrichtung bemüht, die Eltern viel mit einzubinden. Als nächstes sind zum Beispiel am 2. April (13 bis 15 Uhr) ein Flohmarkt der Eltern und am 4. April ein gemeinsames Frühstück in der Kita geplant.

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