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Seestermühe : Finanzspritze dringend benötigt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das neue Dorfgemeinschaftshaus kostet insgesamt 1,9 Millionen Euro.

Seestermühe | Das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus der Gemeinde Seestermühe stand gleich in doppelter Hinsicht im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Zunächst mussten die Gemeindevertreter den Bebauungsplan Nr. 4 für das Gebiet der Sportanlagen ändern. Der bisherige Plan sieht für die Fläche nur eine Nutzung als Sportanlage vor. Seestermühes Bürgermeister Thorsten Rockel (SPD) berichtete vor der einstimmigen Beschlussfassung, dass der Kreis Pinneberg und das Land Schleswig-Holstein dieser Änderung zugestimmt haben.

Der aktuelle Grundriss des Gebäudes und die Kosten bestimmten den weiteren Verlauf der Sitzung. Rockel stellte kurz die Planungsdetails vor und zeigte, wie und wo künftig die Feuerwehr, der TSV Seestermühe, das DRK, der Bauhof und das Gemeindebüro untergebracht sein werden. Nach aktuellen Kostenschätzungen beläuft sich die Gesamtinvestition auf rund 1,9 Millionen Euro. Finanziert werden soll der Bau mit 185.000 Euro aus Eigenmitteln, einem Zuschuss der Aktiv-Region von 750.000 Euro sowie 965.000 Euro über zinsgünstige Darlehen. Rockel berichtete ergänzend, dass die Gemeinde plant, sich von einigen Liegenschaften, unter anderem dem heutigen Feuerwehrgerätehaus, zu trennen. Der Erlös aus den Verkäufen soll in die Finanzierung des Neubaus einfließen. Der Bürgermeister erklärte jedoch auch, dass es keinen Verkauf der Liegenschaften, wie der alten Bauhofhalle oder der Mietshäuser an der Dorfstraße um jeden Preis geben werde. Eine Verknüpfung der Verkäufe mit dem Beschluss über den Neubau schloss er deshalb aus.

Während der anschließenden Diskussion wurde aber auch deutlich, dass das Projekt in seiner derzeit geplanten Form und Größe ohne die Zuschüsse der Aktiv-Region  für Seestermühe nicht realisierbar wäre. Sollten die Zuschüsse nicht gewährt werden, muss das Projekt überplant werden.

Ein neues Feuerwehrgerätehaus muss aber auf jeden Fall gebaut werden. Rockel wies darauf hin, dass es für den Neubau eines reinen Gerätehauses keine Fördermittel geben würde. „Für die Gemeinde ist die große Lösung die günstigere“, so Rockel. Der stellvertretende Bürgermeister Uwe Hamann (CDU) schlug in die gleiche Kerbe: „Sollte es keine Fördermittel geben, dann müssen wir über das gesamte Verfahren neu reden.“ Für Hamann sind die Verkäufe der gemeindeeigenen Grundstücke und Gebäude ein wichtiger Bestandteil des Finanzierungsplans. „Ich möchte nicht, dass wir wegen des Neubaus über Steuererhöhungen reden müssen.“

Abschließend stimmte der Gemeinderat dem Neubauprojekt bei einer Enthaltung der FWG mehrheitlich zu. Die Gemeinde hofft, dass der Neubau 2015 erfolgen kann.

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erstellt am 05.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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