Feuerwehren eiskalt erwischt

Eisbad: Der Spaß stand bei der Aktion im Vordergrund.
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Eisbad: Der Spaß stand bei der Aktion im Vordergrund.

„Cold Water Challenge“: Klein Nordender Brandbekämpfer und andere Wehren beteiligen sich an ungewöhnlicher Spendenaktion

shz.de von
26. Juni 2014, 16:00 Uhr

Eine alte Kühltruhe und ein Sack Eiswürfel, ein Schlauchboot, eine Wasserrutsche, ein Sprung in die Krückau, ein großes Planschbecken, ein „liegengebliebenes Motorboot“, das waren nur einige der Zutaten, mit denen sich zahlreiche Freiwillige Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus Elmshorn und Umgebung in den vergangenen Wochen beschäftigt haben. Sie alle haben an der „Cold Water Challenge 2014“ teilgenommen und sich zum Thema „kaltes Wasser“ eine Geschichte einfallen lassen, diese gefilmt und anschließend ins Internet gestellt.

Woher diese „Challenge“ eigentlich kommt, weiß niemand so genau. Ebenso wenig ist bekannt, wer die erste nominierte Wehr war. Der Ablauf sieht grundsätzlich so aus: Eine Feuerwehr oder Hilfsorganisation nominiert nach absolvierter „Cold Water Challenge“ eine oder mehrere weitere Organisationen. Die wiederum haben 24 bis 48 Stunden Zeit, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Sonst lädt der sich der Herausforderer zum Grillen ein und die Wehr soll 112 Euro an Paulinchen e.V. spenden.

Spaß, Können, Kreativität und ein ernstes Thema liegen also bei der „Cold Water Challenge 2014“ dicht beieinander. Spaß am Umgang mit kaltem Wasser und Kreativität waren gefordert, um der Herausforderung gerecht zu werden. Gleichzeitig wird mit der Aktion um Spenden für einen Verein geworben, der sich um brandverletzte Kinder und deren Eltern kümmert, diese unterstützt, Fragen beantwortet und auch präventiv arbeitet.

Die Freiwillige Feuerwehr Klein Nordende ist eine der Wehren, die sich an der „Cold Water Challenge“ beteiligt hat. „Wer Leben retten will, muss lebensbejahend sein. Wir wissen, wie schnell sich das Leben verändern kann. Morgens ist noch alles wie immer und abends ist plötzlich alles anders“, sagen Martin Höppner und Frank Thomsen von der Klein Nordender Feuerwehr. Sie haben an der Aktion viel Spaß gehabt. „Wir hatten 24 Stunden Zeit, um den Film zu machen. Wir haben uns zusammengesetzt, ein paar Ideen gesammelt und uns einige Geschichten rund um Wasser ausgedacht und dann losgelegt“, berichtet Thomsen und ergänzt: „Dabei war uns immer klar, dass die Challenge ein Freizeitspaß der Feuerwehrleute ist, wir nur das machen, was risikolos machbar ist. Außerdem haben wir uns mit der Aktion selbst beschenkt. Wir grillen trotzdem und spenden auch noch für Paulinchen. So wächst nicht nur der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Feuerwehren, sondern auch der Wehren und anderen Hilfsorganisationen kreis- und landesweit.“

Die Feuerwehr Klein Nordende nominierte unter anderem ihre Nachbarwehr aus Seester. Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Seester, Hermann Stiehler, hatte sichtlich Spaß an der Aktion und sagte: „Kreativität, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, selbstständiges Handeln und Entscheidungsbereitschaft, alles Tugenden, die bei der Freiwilligen Feuerwehr gebraucht werden, waren auch bei der ‚Cold Water Challenge‘ gefordert.“ Seester wiederum nominierte unter anderem die Feuerwehren aus Seestermühe und Sparrieshoop.

Zu sehen sind die Filme im Internet: www.youtube.com/playlist?list= PLsYyhAKi1GOHkdh_TOxrX_

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