Feuerwehr mit breiterer Spitze

Matthias Happe (von links), Heiko Timm und Dirk Müller erhalten das Brandschutzehrenzeichen in Silber von Volker Hatje.
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Matthias Happe (von links), Heiko Timm und Dirk Müller erhalten das Brandschutzehrenzeichen in Silber von Volker Hatje.

Helfer wählen Britta Stender zur zweiten stellvertretenden Wehrführerin

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27. Januar 2018, 17:23 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn stellt sich organisatorisch neu auf. Sowohl die Wehr- als auch die Zugführung wird vergrößert. Während der Jahreshauptversammlung im voll besetzten Schulungsraum der Wache Nord an der Peterstraße wählten die Brandbekämpfer mit großer Mehrheit Britta Stender zur zusätzlichen stellvertretenden Wehrführerin, gleichberechtigt mit Sven Stade. Die Pastorin erfuhr per Whattsapp beim Frühstück in Australien, wo sie Urlaub macht, von ihrer Wahl. Diese muss noch vom Stadtverordnetenkollegium bestätigt werden; das gilt aber als Formsache.

Ebenfalls neu eingeführt wurde die Position eines dritten Zugführers. Dieses Amt bekleidet ab sofort Stephan Hahn. Aus dem Kreis der drei Zugführer und der Wehrführung wird in Elmshorn regelmäßig der sogenannte „Einsatzleiter vom Dienst“ gestellt, der bei mittleren und größeren Lagen mit einem Kommandowagen direkt die Einsatzstelle anfährt und die Maßnahmen koordiniert. Zahlreiche weitere Wahlen bestimmten den Abend (siehe Infokasten).

Der Jahresbericht von Wehrführer Stefan Mohr gab ein Gefühl dafür, warum diese personelle Aufstockung der Führungsebene notwendig war: 544 Alarmierungen gab es im Jahr 2017. „Das bedeute zwar keinen neuen Rekord, aber die zweithöchste Einsatzzahl in der Geschichte unserer Wehr, und wieder einmal eine ungeheure Belastung für das Ehrenamt“, sagte der Chef der aktuell 119  Frauen und Männer im blauen Rock.

Dies habe auch die Politik erkannt, sagte Bürgermeister Volker Hatje. Die Genehmigung für die personelle Aufstockung des Vorstandes sei daher kein Diskussionsthema gewesen. Es zeichne die Wehr aus, dass sie sich „Aufgaben aktiv stellt, wenn ein Problem erkannt wird und nicht erst dann, wenn es direkt vor der Tür steht“, sagte der parteilose Verwaltungschef. Sowohl Hatje als auch Mohr betonten das gute Verhältnis zueinander.

Bei allem Dank und Stolz über die Stellung der Feuerwehr in der Stadt fand Mohr aber auch mahnende Worte, gerichtet an die eigenen Reihen. Die Dienstbeteiligung von 70 Prozent war ihm sichtlich zu wenig. „Wir sind nur stark, wenn wir uns alle gemeinsam engagieren und der eine oder andere einmal seine Komfortzone verlässt“, schrieb er den ehrenamtlichen Helfern ins Stammbuch. Andere wiederum würden sich weit über das normale Maß hinaus engagieren. „Seien wir doch dankbar, dass wir solche Menschen bei uns haben“, so Mohr. Hatje, der seine Dankesworte auch im Namen von Bürgervorsteher Karl Holbach (SPD) sprach, ist es auf jeden Fall.

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