Elmshorn : Feuer – Betrunkener sorgt für Großeinsatz

Die Kräfte der Elmshorn Feuerwehr waren über zwei Stunden lang im Einsatz.
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Die Kräfte der Elmshorn Feuerwehr waren über zwei Stunden lang im Einsatz.

Brand auf einem Speditionsgelände in Elmshorn: Ein Nachbar schoss mit einer Signalpistole herum und löste das Feuer aus.

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28. April 2014, 08:00 Uhr

Elmshorn | Flammen und enorme Rauchentwicklung bei einer Spedition an der Robert-Bosch-Straße: Was zunächst als Gebäudebrand gemeldet wurde, ging noch glimpflich aus. Ein 29-Jähriger Elmshorner hatte am Sonnabendabend Schüsse mit einer Leuchtmittelpistole abgefeuert. Dabei traf eines der Geschosse Plastikmaterial, das auf dem Gelände des Unternehmens gelagert war. Gegenüber der Polizei gab der Mann an, dass die Abfälle sofort Feuer gefangen hätten.

Die Feuerwehr, die kurz nach der Polizei an die Robert-Bosch-Straße kam, rückte mit insgesamt 60 Kräften an. Noch auf der Anfahrt rief Wehrführer Stefan Mohr zusätzliche Kameraden an den Brandort.

Zwei Pkw, die auf dem Firmengelände standen, wurden vom Feuer beschädigt. Ein Tank auf dem Areal des Unternehmens war glücklicherweise leer. Ein Lkw konnte gerettet werden, ein Mitarbeiter fuhr ihn aus dem Gefahrenbereich. Mit einem Gabelstapler wurden gelagerte Ballen weggeschafft. Unter anderem mit dem Werfer des Tanklöschfahrzeugs kämpften die Retter gegen das Feuer. Die Löscharbeiten mussten unter Atemschutz vorgenommen werden und dauerten etwa zwei Stunden. Personen wurden durch den Brand nicht verletzt.

Noch am Ort des Geschehens gaben Zeugen gegenüber der Polizei an, dass es möglicherweise Feuerwerkskörper waren, die den Brand auslösten. Die Polizisten überprüften daraufhin eine Wohnung neben dem Firmengelände. Hier trafen sie auf den betrunkenen 29-Jährigen, der zugab, mit einer Leuchtmittelpistole geschossen zu haben. Eines der Leuchtmittel sei dann auf das Plastikmaterial getroffen, wo es sofort angefangen habe zu brennen.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,28 Promille. Die Beamten nahmen den Mann mit auf die Dienststelle, nach nach der Vernehmung wurde er wieder entlassen.

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