Ferienstart mit Fischflosse

Per Katapult-Kissen flogen die Kinder im hohen Bogen durch die Luft.
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Per Katapult-Kissen flogen die Kinder im hohen Bogen durch die Luft.

Badepark-Party: Kinder vergnügten sich beim Meerjungfrauen-Schwimmen und mit Spielgeräten im Wasser

shz.de von
09. Juli 2018, 16:00 Uhr

Jette Gröber steckt von der Hüfte abwärts in einem engen Beinkleid mit Schuppenmuster und angedeuteten Fischflossen. Ihr Füße stecken in einer Monoflosse, über die sich das Beinkleid zieht, ihre Mutter Christine Gröber verschließt sorgfältig die Druckknöpfe am unteren Ende. „Ich mag Meerjungfrauen“ stellt die elfjährige Elmshornerin klar. „Mit der Flosse kann man wie eine Meerjungfrau schwimmen“, erklärt sie: „Man muss mit den Beinen Wellenbewegungen machen.“

Als Trend heißt das „Mermaiding“ und ist offenbar schwer angesagt: Bestimmt zwei Dutzend Mädchen verwandeln sich am Sonnabend im Badepark Elmshorn mit Monoflossen und engen Beinkleidern in Nixen und schwimmen durchs kleine Becken, begleitet von aktueller Musik. „School’s-out-Party“ wird dort gefeiert. Die erste Runde ist beendet, Animateure haben an die 50 Kinder und Jugendliche zum Planschen, Toben und Kreischen gebracht. Zum Abschluss gibt es das Unvermeidliche: „So ein schöner Tag“, und alle fliegen im Wasser, hüpfen, sind stark wie ein Tiger und wie eine Giraffe so hoch. Zu toppen ist das nur mit „La Ola“: einer Welle im Becken, bei der aus Leibeskräften geplanscht wird.

Von 13 bis 18 Uhr bespaßt das Animations-Team aus Kölln-Reisiek am Tag nach dem letzten Schultag die Kinder und Jugendlichen. Das Wetter ist sonnig und windig, lässt eigentlich mehr Besucher erwarten, aber der Andrang hält sich in Grenzen. Wobei die Profis ihre Zielgruppe gut im Griff haben: Augenscheinlich sind so gut wie alle Kinder und Jugendlichen dabei, die sich überhaupt im Freibad aufhalten.

Zum Programm gehören große Wasser-Spielgeräte. Eins davon ist der Aqua-Truck, ein Art aufblasbarer Kletterparcours, der im großen Becken schwimmt. Auf dem toben sich die Kinder aus, die nicht als Meerjungfrauen unterwegs sind. Begleitet wird das Ganze von lauter Musik und aufmunternden Sprüchen übers Mikrofon.

Als weitere Attraktion bauen die Animateure den „Flip“ auf. Das ist eine Art Katapult: Ein Mann springt in ein großes, sehr locker aufgeblasenen Kissen und katapultiert damit ein Kind, das vorne auf dem Kissen sitzt, in die Luft. Das Fliegen machte offenbar Spaß, die Zuschauer amüsieren sich über die wenig kunstvollen Figuren dabei, der Impuls kommt offenbar unvorhersehbar und lässt so Manchen in der Luft wild zappeln.

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