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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 22:55 Uhr

Elmshorn : Ferienlücken auf dem Buttermarkt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gebührenerhöhung ist nicht der Grund. Trotzdem gibt es weiterhin einen regen Kundenandrang.

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Der Elmshorner Buttermarkt ist nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Händlern beliebt: Jeden Mittwoch- und Sonnabendmorgen ist der Platz zwischen dem Probstendamm und der Schauenburgerstraße mit 65 bis 70 Ständen gefüllt. Um so mehr fallen jetzt die Lücken ins Auge: Asphalt, wo sonst Gemüse, Blumen oder Obst angeboten werden. Rückzug der Händler wegen der Erhöhung der Standgebühren?

Die Händler kehren dem Elmshorner Markt nicht wegen der erst ab September gültigen Gebühren den Rücken, nachdem sie für ihre Verkaufsfläche unter freiem Himmel 47 Cent (plus 17,5 Prozent) pro Quadratmeter zahlen müssen. Vielmehr ist die Erklärung für die Lücken auf dem Platz eine ganz simple: Auch Markthändler machen Ferien.

„Diesmal ist es alles hauptsächlich im August geballt“, berichtet Marktmeister Kai Krüger. Und wenn dann drei Händler, die normaler Weise mit ihren Verkaufsständen zusammen stehen, gemeinsam Urlaub machen, „gibt es Löcher“. Zurzeit fehlen etwa ein Dutzend Händler. Einige von ihnen machen extra jetzt Ferien, weil es gut passt. So ist zum Beispiel die Pflanzzeit vorbei und einige der Gärtnereibetriebe kommen erst im September wieder zum Markt. Auch der Schokoladen-Stand in der Markthalle ist geschlossen, weil es jetzt sowieso zu heiß ist. „Die Leute kaufen jetzt lieber Eis statt selbstgemachte Pralinen“, so Krüger.

Dennoch: Der Kundenandrang ist trotz der Ferienzeit ungebrochen. So herrschte auch am Mittwoch reges Treiben in und vor der Markthalle und hier und da mussten die Marktbesucher sogar geduldig in der Schlage stehen – wie immer.

Übrigens: Traditionell machen eine ganze Reihe von Händlern zum Jahresanfang oder im Februar Ferien, wenn ihnen einerseits die Füße frieren oder andererseits die Ware zu schnell Frost bekommen könnte. Der Elmshorner Buttermarkt bei klirrender Kälte, Eis und Schnee – das ist morgen beim Buttermarktbummel zwischen Erdbeeren, Matjes und Melonen sicherlich eine nur schwer vorstellbare Szenerie.

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