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Elmshorner Nachrichten

23. August 2017 | 01:01 Uhr

Fehlalarme werden teurer

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadt Elmshorn erhöht Gebühren für Feuerwehreinsätze / 71 gebührenpflichtige Vorfälle in 2015

Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Elmshorn haben im vergangenen Jahr 28  000 Euro in die Stadtkasse gespült. Das hat die Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. In 71 Fällen erhielten die Verursacher des Alarms am Ende von der Stadt eine Rechnung. Diese wird für viele ab diesem Jahr sogar noch deutlich höher ausfallen, denn die Stadt hat die Gebühren erhöht.

Seit 2013 wird die Gebühr in Elmshorn erhoben. „Die vorgenommene Anpassung basiert auf den tatsächlichen Kosten, die in den Jahren 2013 und 2014 in den Einsatzzeiten entstanden sind“, erläutert Sybille Lamke vom Amt für Bürgerbelange. Wurden für einen Feuerwehrmann pro Stunde bisher 21 Euro veranschlagt, sind jetzt 27 Euro zu zahlen. Auch die eingesetzten Fahrzeuge sind zum Teil deutlich teurer geworden. Rückt ein Löschgruppenfahrzeug aus, sind seit Anfang des Jahres 83 Euro pro Stunde zu zahlen (bisher 65 Euro). Eine erhebliche Preissteigerung gab es beim Teleskopmastfahrzeug. War dieses bislang für 142 Euro pro Stunde zu haben, werden jetzt 372 Euro verlangt. Die Drehleiter ist hingegen günstiger geworden, 126 statt 142 Euro. Laut Verwaltung wird die regelmäßige Anpassung vom Gesetzgeber gefordert. So wird die Gebührensatzung in zwei bis drei Jahren anhand der tatsächlichen Kosten wieder überarbeitet.

Mit 71 gebührenpflichtigen Einsätzen 2015 ging die Zahl im Vergleich zu 2014 (94 Einsätze) zwar zurück. Der Anteil ist wegen der insgesamt geringeren Anzahl von Feuerwehreinsätzen aber weiterhin hoch: Immerhin bei 17 Prozent der 413 Einsätze (2014: 20 Prozent bei 457 Einsätzen) mussten die Verursacher in die Tasche greifen. Der überwiegende Teil dieser Einsätze sind Fehlalarme von Brandmeldeeinrichtungen. Aber auch bei technischen Hilfeleistungen, etwa wenn Bewohner bei einer verschlossenen Haustür statt des Schlüsseldienstes die Feuerwehr rufen, und böswilligen Alarmierungen bittet die Stadt zur Kasse.

Ganz ausdrücklich weist die Verwaltung daraufhin, dass durch piepende Rauchmelder ausgelöste Einsätze kostenlos sind. Es müsse sich niemand scheuen, die 112 zu rufen. Ohnehin gebe es in jedem Einzelfall eine Prüfung, bevor eine Rechnung verschickt werde.

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erstellt am 05.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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