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Realer Irrsinn : „Extra3“ lacht über das „supernormale“ Elmshorn

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Elmshorn hat einen neuen Slogan. Die Satiriker nehmen die Stadt auf die Schippe und haben einen Gegenvorschlag.

Elmshorn | Es gibt wohl nur wenige Stadtmarken, die so umstritten sind wie der neue Slogan Elmshorns: „Elmshorn supernormal“. Die Bürger der Stadt im Kreis Pinneberg sind sich alles andere als einig, ob der Spruch eine gute Idee war, um für Elmshorn zu werben. Nun legen die Satiriker von „Extra3“ noch einmal den Finger in die Wunde.

Fünf Jahre Vorbereitung, Workshops, Sitzungen, Befragungen und jede Menge Ideen: Die Stadt hat es sich mit dem neuen Image nicht einfach gemacht. Und deshalb war die Sache auch nicht ganz billig. Rund 60.000 Euro hat die Konzeption der Kampagne gekostet.

In der Sendung vom Mittwochabend wünscht sich Moderator Christian Ehring nach einem Trump-Beitrag endlich mal wieder eine ganz normale Woche, mit ganz normalen Politikern - dafür müsse man wohl nach Elmshorn reisen. Die Überleitung zur Rubrik „der reale Irrsinn“:

Der Beitrag stellt die neue Kampagne vor: „Endlich hat Elmshorn, diese Perle des Nordens, auch einen Slogan. Es ist nicht ,Die Teppichstadt von Schleswig-Holstein', auch nicht die ,Haferflocken-Metropole'. Elmshorn ist supernormal.“

Bürgermeister Volker Hatje versucht sachlich zu erklären, was hinter der Idee steckt. Doch das funktioniert nicht so ganz: „Elmshorn ist eine normale Stadt, in der man super leben kann. Elmshorn supernormal.“ Normalität sei der wichtige Schwerpunkt, nicht super. „Super wäre gewöhnlich. Das können andere Städte auch.“ Situationskomik pur.

Die Satiriker fragen nach: Warum ist der Slogan dann nicht „Elmshorn normal“? Hatjes Antwort: „Nur normal wäre doch langweilig.“ Das rege nicht zur Diskussion an. Schließlich wolle man, dass sich die Menschen mit dem Thema auseinandersetzen.

Hatje hat sich den „Irrsinns“-Beitrag natürlich angeschaut und sich „sehr amüsiert“. Er sieht das Ganze gelassen positiv. Das Medieninteresse, auch das satirische, sei gut für die Marke.  Die Elmshorner sollen doch über ihre Marke diskutieren. Das tun sie seit Mittwochabend noch stärker.  

Das hat Elmshorn nun wieder geschafft – und es darf weiter diskutiert werden, denn „Extra3“ hat noch einen weiteren Slogan vorgeschlagen: „Elmshorn. Wir sind nicht Pinneberg.“

Foto: Screenshot: ndr.de

Bei einer Straßenumfrage zeigt sich ein Elmshorner angetan von der Idee: „Das ist gut. Pinneberg ist noch schlimmer.“ Die Portion Selbstironie darf nicht fehlen: „Pinneberg ist mit Elmshorn nicht zu vergleichen – eine Stufe tiefer noch.“

Neue Stadtmarke: Passt „supernormal“ zu Elmshorn?

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erstellt am 23.Feb.2017 | 12:27 Uhr

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