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Elmshorner Nachrichten

23. Juli 2017 | 18:43 Uhr

Experten suchen die Brandursache

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

KaffeefabrikKripo hat nach Feuer im Jacobs-Werk Ermittlungen übernommen / Unklar, wann Produktion wieder starten kann

Der Tag danach. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben das Areal der Elmshorner Kaffeefabrik im Lönsweg verlassen. Jetzt schlägt die Stunde der Brandexperten. „Wir haben die Ermittlungen übernommen“, sagt Elmshorns Kripo-Chef Dietmar Engelhorn. In enger Abstimmung mit dem Unternehmen würden auch Sachverständige hinzugezogen.

Was hat das verheerende Feuer auf dem Dach des Jacobs-Werks ausgelöst? Schon am Montag waren Kripobeamte vor Ort. Noch tappen die Experten im Dunkeln. Nach Informationen unserer Zeitung gab es – Stand gestern Nachmittag – keine Hinweise auf eine vorsätzliche Straftat. Heißt: Nichts deutet zurzeit auf Brandstiftung hin.

Montagmittag war das Feuer ausgebrochen. Die Aufbauten auf dem Fabrikdach wurden durch die Flammen komplett vernichtet. Doch den bis zu 240 Rettungskräften gelang es, das Gebäude zu retten. Die Mitarbeiter hatten das Gebäude rechtzeitig verlassen können. Zwei Feuerwehrleute waren bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Fakt ist: Die Fabrik befindet sich zurzeit nicht im Produktionsstatus, sondern wird gewartet. Zahlreiche Handwerker von externen Firmen waren am Montag auf dem Fabrikgelände im Einsatz. Wie hoch der Schaden ist, steht laut Polizeisprecher Nico Möller noch nicht fest. Er könnte in die Millionen gehen.

Wann die Produktion in Elmshorn – an diesem Standort sind 100 Mitarbeiter beschäftigt – wieder anlaufen kann, ist noch unklar. „Experten machen sich vor Ort jetzt ein Bild über den Umfang des Schadens und die notwendigen Arbeiten, um die Produktion wieder aufnehmen zu können“, sagte gestern Unternehmenssprecher Dirk Friedrichs. „Wir haben Glück im Unglück gehabt“, betonte er. Denn das Feuer auf dem Dach des Jacobs Douwe Egberts Kaffee-Fabrikgebäudes sei nicht auf andere Stockwerke und Gebäudeteile übergegriffen. „Die Kühlanlagen haben gebrannt“, sagte Friedrichs. Ob Handwerker am Montag auf dem Dach der Fabrik gearbeitet haben, konnte Friedrichs nicht sagen.

Die Kaffeefabrik in Elmshorn ist für das Unternehmen wichtig für die Produktion von Instantkaffee. In der Krückaustadt findet keine Endfertigung, sondern eine Zwischenproduktion statt.

In der vier Wochen andauernden Wartungsphase sind zirka 40 Jacobs-Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Laut Friedrichs sind sie gestern ganz normal an ihrem Arbeitsplatz erschienen. „Sie wurden zunächst von der Werkleitung über den Sachstand informiert.“

Die Bilder des Feuers hätten Schlimmes vermuten lassen. „Wir möchten uns besonders bei den Feuerwehr-Männern und -Frauen bedanken, die sehr gute Arbeit geleistet haben“, betonte Friedrichs.

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erstellt am 28.Jun.2017 | 16:36 Uhr

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