Elmshorn : Experten bescheinigen gute Arbeit

Kleine Runde in Elmshorn: In der Zentrale der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung und Beratung wurden wissenschaftliche Auswertungen zum bisherigen Verlauf der Qualifizierung zum Elternberater/Elternbegleiter diskutiert.  Foto: Krosta
Kleine Runde in Elmshorn: In der Zentrale der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung und Beratung wurden wissenschaftliche Auswertungen zum bisherigen Verlauf der Qualifizierung zum Elternberater/Elternbegleiter diskutiert. Foto: Krosta

Forschung bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung : Institute zufrieden mit Ausbildung der Elternberater

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15. Juni 2013, 07:34 Uhr

Elmshorn | Die Universität Erlangen-Nürnberg wie auch das Deutsche Jugendinstitut in München haben der in Elmshorn ansässigen Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienbildung und Beratung (BAG) eine hervorragende Ausbildungsqualität bescheinigt. Bei einem Expertentreffen jüngst in Elmshorn lobten wissenschaftliche Vertreter der Institute vor allem die Kompetenz der Dozenten und Programminhalte wie auch besonders die hohe Zufriedenheit der Teilnehmer an der deutschlandweiten Qualifizierungsmaßnahme zum Elternbegleiter/Elternberater. Bis Ende des Jahres wird die Elmshorner Organisation 2000 Teilnehmer zertifiziert haben.

Das Angebot der Qualifizierung zu Elternbe gleitern (Start 2011) im Rahmen des Bundesprogramms "Elternchance ist Kinderchance" richtet sich bis Ende 2014 an haupt- und nebenamtlich Aktive der Familienbildung, die in einer Einrichtung der Familienbildung in der Regel im Umfeld einer Schwerpunkt-Kita "Sprache & Integration" der Offensive Frühe Chancen des Bundesfamilienministeriums tätig sind. Ziel ist es, Eltern frühzeitig für die Bildungsverläufe ihrer Kinder und die Übergänge im Bildungssystem zu interessieren und kompetent zu beraten. Dazu sind sie in ihren eigenen Einrichtungen oder in enger Vernetzung mit anderen Trägern tätig. Federführend bei der bundesweiten Umsetzung ist die BAG in Elmshorn.

Jetzt - nach dem Start des Qualifizierung vor 1,5 Jahren - liegen erste wissenschaftliche Zwischenergebnisse vor. Dazu trafen sich Experten in Elmshorn.

Warum eine Begleitforschung? "Anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen und Auswertungen von Fragen soll festgestellt werden, welche Wirksamkeit die Qualifizierungen für die Arbeit der Elternberater/Elternbegleiter vor Ort erreichen", erklärt Bundesgeschäftsführer Reinhard Kaut. Und ein weiterer Aspekt soll von neutraler Stelle ermittelt werden: Die Auswirkungen für Eltern in der Arbeit mit den qualifizierten Beratern.

Die wissenschaftliche Kommission zeigte sich beim Treffen in Elmshorn von den bisherigen Auswirkungen der Qualifikation in der täglichen Arbeit sehr angetan. "Wir haben festgestellt, dass durch die Ausbildung ein spürbarer Kompetenzzuwachs zum Beispiel in Kitas messbar ist" erklärt Diplom Psychologe Tobias Eisenmann. Vor allem im Bereich der Migranten werde eine hohe Erreichbarkeit erzielt. Ein Plus, das die frühkindliche Bildung dieser Bevölkerung vorantreibe und die Integrationsarbeit vor Ort erleichtere.

Dr. Jurczyk, Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut München, ergänzt: "Die Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht nur eine sehr hohe Zufriedenheit der Teilnehmer zu den Inhalten und zur Durchführung der Qualifizierungsseminare herrscht, auch die angesprochenen Eltern sind mit der erweiterten Kompetenz und an den Tag gelegten Arbeit der Elternberater/Elternbegleiter vor Ort sehr zufrieden."

"Die Sitzung in Elmshorn mit der Präsentation der Wissenschaftler hat uns in unserer Arbeit mehr als bestätigt", sagt Reinhard Kaut. Die Qualifizierung wirkt in den Räumen der Berater vor Ort. Und: Mit den weiteren Erfahrungen der bereits praktizierenden Berater können er und seine Dozenten die folgenden Teilnehmer der Maßnahme noch intensiver auf neue Aufgaben und mögliche Wege vorbereiten. Bis Ende 2013 sind die Kurse der BAG bundesweit zwar schon ausgebucht, aber für 2014 stehen in jedem Bundesland Plätze zur Verfügung.

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