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Elmshorn : Ex-Cita-Strom-Haus: Kein Geld vom Land

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Kauf der Immobilie dürfte für die Stadt zum Zuschussgeschäft werden

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Harter Schlag für die ohnehin finanziell gebeutelte Stadt: Für die Sanierung des maroden Hauses in der Berliner Straße gibt es keine Zuschüsse von Bund und Land. Elmshorn hatte fest darauf gesetzt, einen Teil der notwendigen Baumaßnahmen des Gebäudes, in dem einst die Firma Cita-Strom Mieter war, mit Städtebauförderungsmitteln bezahlen zu können. Daraus wird nun nichts.

Die geplante Sanierung des alten Hauses steht unter keinem guten Stern. Die Stadt, der die Immobilie mittlerweile gehört, wollte sie an einen Investor veräußern. Doch dann kam die erste böse Überraschung: Bei einer Routineüberprüfung auf mögliche Altlasten, stellte sich heraus, dass im Keller des Gebäudes Gerbereiabfälle lagen und die Bodenplatte erneuert werden muss. Das habe keiner gewusst, hatte damals Bürgermeister Volker Hatje gesagt. Das Problem: Die Sanierung von Bodenplatte und Keller kostet etwa 450.000 Euro. Zahlen müsste der Eigentümer, also die Stadt.

Nach EN-Informationen bekommt Elmshorn für den Verkauf des Hauses lediglich 250.000 Euro. Die Summe hatte Hatje nicht bestätigt, aber eingeräumt, dass die „öffentliche Hand Minus macht.“ Denn zu dem Zeitpunkt waren Politik und Verwaltung in Elmshorn noch davon ausgegangen, dass die Sanierung aus Städtebauförderungsmitteln bezahlt werden. Ein Irrtum. „Der Innenminister hat uns mitgeteilt, dass es keine Fördergelder gibt“, so Hatje. Der Grund: Die geplante Sanierung ist nur eine Teilsanierung. Und dafür gebe es keine Städtebauförderungsmittel.

Mit Zuschüssen könnte die Stadt hingegen bei einer Komplettsanierung des Hauses rechnen. Doch die wäre richtig teuer. „Das wäre ein Millionenbetrag. Das scheidet deshalb völlig aus“, stellt Hatje klar. Zumal das Haus auch noch unter Denkmalschutz steht und bei der Sanierung darauf Rücksicht genommen werden muss. 250.000 Euro Einnahmen und ein Millionenbetrag als Ausgaben dagegen. Das ist alles, nur kein gutes Geschäft.

Wie es weitergeht, ist deshalb völlig offen. Die Stadt könnte auch gar nichts machen. Dann würde das Gebäude vor sich hingammeln. „Das ist ein ungelöstes Problem“, sagt Hatje. Deshalb soll am Wochenende während eines Strategieworkshops mit der Politik darüber diskutiert werden. Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Hatje: „Die Stadt ist weiter mit dem Investor im Gespräch.“

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