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Rad- und Klimaschutzprojekt : „Eselsbrücke“ in Elmshorn: Pendler sollen aufs Rad wechseln

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zielgruppe sind vor allem die 6000 Beschäftigten im Gewerbegebiet Grauer Esel. Das Projekt erhält 30.000 Euro aus Berlin.

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erstellt am 10.Jun.2017 | 16:36 Uhr

Entspannt mit dem Zug in Elmshorn ankommen. Rauf aufs Leihfahrrad der Stadt und auf kürzestem Weg ins Gewerbegebiet Grauer Esel radeln. Nach Feierabend das Ganze andersherum. So sieht Elmshorns Zukunft aus. Die „Eselsbrücke“: Die Stadt möchte in den kommenden drei Jahren ein ambitioniertes Rad- und Klimaschutzprojekt umsetzen. Zirka 960.000 Euro werden investiert. Die Stadt investiert gut 280.000 Euro. Den Rest übernimmt das Bundesumweltministerium.

Der Umstieg auf das Rad: Zielgruppe sind vor allem die zirka 6000 Beschäftigten, die im Gewerbegebiet Grauer Esel arbeiten. Mindestens 600 von ihnen sollen aufs Rad umsteigen, um den Weg zum Arbeitsplatz zurückzulegen. 18 Vorhaben sind geplant.

Fahrradverleihsystem

Es ist das entscheidende Element des Projekts. In Kooperation mit der Brücke Elmshorn wird am zentralen Knotenpunkt Bahnhof/Innenstadt ein Verleihsystem aufgebaut. Die Stadt schafft City-Räder, Pedelecs und Lastenräder mit einem einheitlichen Erscheinungsbild an. Standort ist das Fahrradparkhaus am Bahnhof. Kosten: 95.000 Euro.

Abstellanlagen mit Elektro-Ladestation

Es werden sichere und komfortable Abstellanlagen geschaffen. Wegen der steigenden Zahl der Pedelecs, sind auch Lademöglichkeiten vorgesehen. Standorte sind die Regio Kliniken, Autoliv, das Kino und die Pinneberger Kreisverwaltung. Kosten: 40.500 Euro.

Erweiterung des Fahrradparkhauses

Das Fahrradparkhaus am Bahnhof wird um einen zweiten Standort vor Ort erweitert. So sollen zusätzlich 100 Stellplätze entstehen. Die vorhandenen Kapazitäten reichen schon längst nicht mehr aus. Zurzeit stehen 80 Personen auf der Warteliste für einen dauerhaften Stellplatz. Das zweite Parkhaus soll von der Brücke Elmshorn betrieben werden. Auf der Ostseite des Bahnhofs werden weitere überdachte Stellplätze geschaffen. Kosten: 120.500 Euro.

Querungshilfe am Mühlendamm

20.000 Fahrzeuge sind pro Tag auf der Straße Mühlendamm unterwegs. Eine Querung der vierspurigen Straße ist schwierig. Deshalb ist eine Querungshilfe, alternativ eine Ampel, geplant. Kosten: 47.600 Euro.

Verbesserung der Radverkehrsführung

Entlang der Daimlerstraße/Kurt-Wagner-Straße sollen Knotenpunkte im Gewerbegebiet übersichtlicher gestaltet werden. Zudem sind Querungshilfen vorgesehen. Kosten: 445.000 Euro

Ersatzbrücke im Steindammpark

Um die Veloroute Eselsbrücke fertig zu stellen, muss eine marode Brücke im Steindammpark erneuert werden. Kosten: 124.000 Euro.

Mobile Fahrradwerkstatt

Ein Angebot der Brücke Elmshorn. Sie bietet den Unternehmen im Gewerbegebiet regelmäßige Besuche an, um die Räder der Mitarbeiter zu warten und wenn nötig zu reparieren. Die Kosten für die mobile Radwerkstatt sollen die Unternehmen tragen.

Stellplätze bei Autoliv

Das Unternehmen Autoliv möchte im Rahmen ihrer Umwelt- und Sicherheitsstrategie für Mitarbeiter und Besucher die Anzahl der Radstellplätze auf 185 erhöhen, 95 davon überdacht. Kosten: 50.000 Euro. Das Unternehmen hat im Rahmen des Gesamtprojektes einen eigenen Förderantrag gestellt, der bewilligt wurde. Es erhält 30.000 Euro.

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