Es ist aus dem Boden raus

Beim Haus der Technik werden die Schalungen für die Mauern errichtet.
Beim Haus der Technik werden die Schalungen für die Mauern errichtet.

Mit einem Jahr Verspätung beginnen beim Haus der Technik die Arbeiten am Erdgeschoss / Investoren fehlen

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07. Juli 2018, 16:00 Uhr

Es hat ungefähr ein Jahr länger gedauert als geplant, aber jetzt kommt das Haus der Technik endlich aus dem Boden. „Der Großteil ist fertig und das Ergebnis wird das richtige sein“, sagt Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung Elmshorn. „Ich hätte es mir trotzdem deutlich unkomplizierter gewünscht.“

Komplikationen, damit meint Beiersdorf die Erkrankung von sechs Bauarbeitern im Herbst 2016, im Zuge der Erdarbeiten in sieben Metern Tiefe. Verschiedene Schadstoffe standen damals in Verdacht, die Erkrankung ausgelöst zu haben, umfangreiche Untersuchungen wurden durchgeführt. Aber bis heute ist die Ursache nicht geklärt. Die Vorfälle führten dazu, dass die Bauarbeiten am Haus der Technik vier Monate lang still standen und aufwändige Arbeitsschutzmaßnahmen eingerichtet werden mussten.

Aber jetzt sind die Erdarbeiten für das Pumphaus endlich abgeschlossen, die 16 Meter langen Gründungspfähle gesetzt, der neun Meter tiefe Pumpsumpf fertig gestellt, ebenso der Kanal zur Krückau und die Kellerräume. Derzeit errichten die Bauarbeiter die Schalungen für die Mauern aus wasserdichtem Stahlbeton – „es wäre schließlich peinlich, wenn bei Hochwasser das Schöpfwerk absaufen würde“, wie Beiersdorf sagt.

Bis September wird das Erdgeschoss fertig sein, danach wird dort die Maschinen- und Elektrotechnik eingebaut. Nur das Pumpwerk selbst lässt noch auf sich warten, die Pumpen haben eine Lieferzeit von sechs bis acht Monaten. Beiersdorf rechnet damit, dass das Pumpwerk ab März 2019 in Betrieb genommen werden kann. Der neue und größere Regenwasserkanal kann dagegen wohl schon ab September das Regenwasser von Schlossstraße, Osterfeld und Ansgarstraße in die Krückau leiten. Probleme gibt es allerdings immer noch. Im Frühjahr sind der Stadt die Investoren für das erste und zweite Stockwerk abgesprungen. Deshalb wird das Haus der Technik wohl erstmal nur eingeschossig bleiben. Die nach oben offenen Treppenaufgänge und der Fahrstuhlschacht werden über den Winter mit einer Holzkonstruktion abgedeckt. Eine Lösung für die Investoren-Frage hat die Stadt bis jetzt offenbar noch nicht gefunden.

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