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Elmshorner Nachrichten

24. Oktober 2017 | 11:39 Uhr

Synode in Elmshorn : Es fehlt der Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Am Sonnabend diskutierten die Mitglieder des Kirchenkreises über Orgelsanierungen, Personal-Probleme und das neue Kita-Werk.

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2015 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Richtige „Schmuckstücke“ hat Kreiskantor Kristian Schneider bei seinen Reisen durch den Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf gefunden. Zum Teil stammen sie noch aus dem Barock, viele wurden im 19. Jahrhundert gebaut: Insgesamt 40 Kirchenorgeln hat Schneider in den vergangenen Monaten begutachtet.

Bei der Synode des Kirchenkreises am Sonnabend in Elmshorn schlug Schneider vor, dass der Kirchenkreis die Gemeinden bei der Sanierung der Orgeln unterstützen sollte: 10 bis 20 Prozent solle Rantzau-Münsterdorf bei größeren Maßnahmen dazugeben. Diskutieren will Schneider das in einem noch zu gründenden Orgelsanierungskreis.

Die Kreiskantoren berichteten einer Synode, die sich mangels großer Aufreger auch solchen Themen zuwandte. Die äußerst knappe Wiederwahl von Propst Thomas Bergemann im Frühjahr und die Diskussionen um den großen Neubau in Elmshorn und die Gründung eines Kita-Werks scheinen verdaut zu sein. „Es ist ganz auf Zusammenarbeit ausgerichtet“, resümierte Burkhard Friedrich, Pastor in der Elmshorner Ansgarkirche zufrieden, nachdem in den vorangegangenen Sitzungen des Kirchenkreisparlaments das „Gegeneinander“ im Vordergrund gestanden habe. „Der Propst hat beschrieben, wie die Probleme auf dem Lösungsweg sind“, freute sich die Elmshorner Synodale Karin Samaga.

Da störte nicht einmal, dass die Synode eine wichtige Entscheidung nur noch im Nachhinein abnicken durfte: Das lange diskutierte Kita-Werk nimmt zum ersten Januar seine Arbeit auf. Die Eile war nötig geworden, weil sich der Verband der zwölf Itzehoes Kitas zum Jahresende auflöst, die Einrichtungen brauchten einen neuen Träger. Das Kita-Werk des Kirchenkreises war schon geplant, per Eilbeschluss hat der Kirchenkreisrat (KKR) – die „Regierung“ des Kirchenkreises – im Juli dessen Gründung vollzogen und dabei noch ein Detail geändert: Der Kirchenkreis wird Mehrheitsgesellschafter der gemeinnützigen GmbH (gGmbH) Kita-Werk. Die Diakonie des Kirchenkreises, selbst eine gGmbH, bekam 49 Prozent der Anteile übertragen. Ursprünglich sollten die Mehrheitsverhältnisse umgekehrt sein.

Die 76 Synodalen des Kirchenkreises trafen sich in Elmshorn bei der Gemeinschaft in der evangelischen Kirche. (Foto: Roolfs)
Die 76 Synodalen des Kirchenkreises trafen sich in Elmshorn bei der Gemeinschaft in der evangelischen Kirche. (Foto: Roolfs)
 

Propst Thomas Bergemann wies in seinem Bericht auf ein langfristiges Problem für die Kirchen hin: Es fehlt an Pastorennachwuchs. Noch sind alle 67 Pastorenstellen im Kirchenkreis besetzt, aber laut Prognosen der Landeskirche müssen sich die Christen darauf einstellen, dass ab 2019 nicht mehr alle Posten ausgefüllt werden können.

Schwierig scheint es beim Personal des Kirchenkreises zu sein: „Es herrscht kein gutes Arbeitsgefühl bei den Beschäftigten“, gab Ronald Schrum-Zöllner zu bedenken, in Elmshorn beschäftigter Mitarbeitervertreter. Die Angestellten hätten viele Aufgaben gleichzeitig zu erledigen. Gleichzeitig herrsche Unsicherheit: Wenn die Kitas nicht mehr vom Kirchenkreis selbst verwaltet werden, sind dort rechnerisch 5,5 Stellen über. 2,6 Stellen sollen im kommenden Jahr frei werden, erläuterte Wolfgang Turkat aus Elmshorn, stellvertretender Vorsitzender des KKR. Bleiben 2,9 „überschüssige“ Stellen.

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