zur Navigation springen

Kräfte bündeln in Elmshorn : Erster „Runder Tisch Kultur“ im Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das war der Startschuss für die Zusammenarbeit der Vereine, Verbände und Veranstalter.

Elmshorn | „Wir haben immer Probleme, Künstler zu finden“, erzählte der Mann vom Seniorenrat. Er wünschte sich eine Art Marktplatz, auf dem er suchen kann, wer in Elmshorn singt, musiziert, spielt oder sonst irgendwie auftritt. Eine Frau wollte bei der Vernetzung der Kulturschaffenden auch das Umland einbeziehen und dachte gleich bis nach Glückstadt. „Erstmal hier hinkriegen“, wurde ihr entgegengehalten.

Wünsche, Einwände, Meinungen und Einschätzungen flogen nur so durch den Elmshorner Kollegiumssaal, als sich dort am Dienstag mehr als 60 Kulturschaffende und -funktionäre zum ersten „Runden Tisch Kultur“ trafen.

„Oft wissen wir nicht voneinander, was wir tun oder lassen“, das soll sich ändern, befand Thorsten Mann-Raudies, als SPD-Stadtverordneter Vorsitzender des städtischen Kulturausschusses, gleichzeitig Geiger und Mitglied im Vorstand des Concerto Elmshorn und Vorsitzender der Musikschule.

Mehr als 80 Vereine und Verbände hatte die Stadt auf Initiative des Kulturausschusses eingeladen, über die große Resonanz war Mann-Raudies „baff“. Zumal sich zeitgleich der Runde Tisch Kultur des Kreises traf; wovon wiederum Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje nichts wusste, der Informationsbedarf scheint also überall groß.

Der Vorsitzende des Elmshorner Kulturausschusses, Thorsten Mann-Raudies (l.), und Bürgermeister Volker Hatje begrüßten mehr als 60 Kulturfunktionäre und -schaffende zum Runden Tisch. (Foto: Roolfs)
Der Vorsitzende des Elmshorner Kulturausschusses, Thorsten Mann-Raudies (l.), und Bürgermeister Volker Hatje begrüßten mehr als 60 Kulturfunktionäre und -schaffende zum Runden Tisch. (Foto: Roolfs)
 

„Kontakte werden immer gesucht“, betonte Kirsten Käckenhoff. Damit meinte sie zwar die einschlägige Rubrik auf der Homepage der Stadt, die sie zusammen mit dem Online-Veranstaltungskalender vorstellte; aber im Saal war deutlich zu spüren, dass das ganz altmodische Gespräch immer noch der wichtigste Kontakt ist und der Bedarf danach groß. Kirchenmusiker, Theaterleiter, freie Künstler, Vorsitzende, Politiker, Museumsleiterin, Stadtmarketing, Wirtschaftsförderer: eine bunte Mischung fand sich im Rathaus.

Das Erkunden der Wünsche und Bedürfnisse erfolgte nach inzwischen erprobter Manier: Die Veranstalter hatten vier Ecken vorbereitet zu den Themen Vernetzung, Kulturangebot, Veranstaltungskalender und Kulturtreffpunkt. Die Besucher teilten sich in vier Gruppen, jede Gruppe absolvierte jede Station. Die Stellwände waren anschließend mit beschrifteten Karten übersät. Die Wünsche reichten vom schlichten Schwarzen Brett, an das jeder seine Plakate oder Zettel pinnen kann, über eine Freilichtbühne, ein Puppentheater, einen Kultur-Newsletter, eine Börse für Ausstattung oder Personen bis zum Veranstaltungskalender als monatlichem Flyer.

Im Amt für Kultur und Weiterbildung werden die Zettel jetzt gesammelt, sortiert und die Anregungen auf ihre Realisierbarkeit abgeklopft. Wie sich die angestoßene Vernetzung weiter entwickeln wird, steht noch nicht fest; aber es wurde ein nächster Termin für einen Runden Tisch Kultur verabredet: Mittwoch, der 16. September.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen