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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 16:38 Uhr

Elmshorn : Erster Musik-Flohmarkt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Große Auswahl und 100 Besucher beim ersten Elmshorner Musik-Flohmarkt im Haus der Begegnung.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 14:15 Uhr

Elmshorn | „Wenn ich irgendetwas Interessantes finde, schlage ich zu.“ Den Auftrag seines Schlagzeugers, Becken zu suchen, konnte der Gitarrist Karsten Borgwaldt aber in Hainholz nicht erfüllen: Die waren beim ersten Elmshorner Musik-Flohmarkt im Haus der Begegnung (HdB) nicht im Angebot.

Dafür gab es bei zwölf Anbietern diverse Gitarren, Keyboards, Lautsprecher, Kabel, Instrumentenkoffer, Drehorgeln und Röhrenradios, Armbänder aus Gitarrensaiten und LPs samt Plattenspielern. „Ich bin gut was losgeworden an Kleinkram“, resümierte Christopher Marten aus Lübeck mittags. Jetzt hoffte er, noch die eine oder andere Gitarre zu verkaufen. Zu Hause hat der Gitarrenlehrer 68 Stück, er hatte aussortiert um Platz zu schaffen – für neue Gitarren.

Die Idee zum Musik-Flohmarkt hatten Saif Ma’mun und Thomas Heinsen aufgebracht, Mitglieder der „Ramblin’ Man Band“. „Hier in der Nähe ist nichts, man muss bis Schenefeld hinter Itzehoe oder bis Hamburg fahren“, sagte Heinsen. Norbert Borgwaldt, Stadthelfer in Hainholz, will das HdB beleben, also wurde der Flohmarkt um eine Jam Session ergänzt, bei der jeder, der mag, auf der Bühne spielen kann. „Ich suche immer junge Musiker, die eine Bühne brauchen“, so Borgwaldt.

„Instrumente kaufen, sich austauschen, andere Musiker kennen lernen“, das hatte sich Thomas Heinsen vom Flohmarkt erhofft. Er lernte „ganz viele“ Kollegen kennen und traf bekannte Gesichter. Co-Organisator Ma’mun war, wie sein Bandkollege, „total begeistert“ von der Veranstaltung.

Vier Gitarren hatte er schon verkauft, vier waren bei ihm noch im Angebot. Heinsen hatte jemanden getroffen, der bei ihm Gitarrenunterricht nehmen will, und eine Anfrage aus Glückstadt bekommen, ein Musiker aus der Stadt will in Elmshorn mit Kindern musizieren.

Joachim Hattendorf aus Elmshorn begutachtete inzwischen das Angebot von Gitarrenlehrer Marten. Eine Telecaster interessierte ihn. Das türkisfarbene Dekor lasse sich abziehen, versicherte der Verkäufer. 90 Euro lautete die Verhandlungsbasis, eine Vintage Gitarre sollte 180 Euro kosten.

Eine zweite Auflage des Musik-Flohmarkts soll es im nächsten Jahr geben. Eine Änderung steht für Stadtteilhelfer Norbert Borgwaldt allerdings schon fest: „Wir starten nicht ab zehn Uhr“, um die Tageszeit ist am Sonntag noch kaum ein Musiker so weit, sich schon außer Haus zu begeben. Erst nach elf kamen sie, dann füllten geschätzte 80 bis 100 Interessenten das HdB. „Mehr Besucher, als ich gedacht hatte“, freute sich Initiator Thomas Heinsen über den Zulauf.

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