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Filiale in Elmshorn : Erpresser droht mit Sprengung der Commerzbank

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bombendrohung in der City: Ein Unbekannter will von der Commerzbank Geld erpressen. Der Drohanruf löst einen Großeinsatz der Polizei in Elmshorn aus.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Eine Bombendrohung gegen die Commerzbank-Filiale in der Elmshorner City sorgte Freitag Mittag für einen Großeinsatz der Polizei. Ein bisher unbekannter Anrufer forderte 1,6 Millionen Euro. Sollte die Bank der Aufforderung nicht folgen, würde er das Gebäude in die Luft sprengen.

Kurz nach 12 Uhr Mittag geht bei einer Kundenberaterin an der Schulstraße der Anruf ein. Eine Person mit männlicher Stimme erpresste die Mitarbeiterin. Als sie den Anruf an einen Vorgesetzten durchstellen will, legt der Anrufer auf. Der Schreck sitzt der Beraterin in den Knochen. Sie informiert sofort die Kollegen über den Drohanruf. Die zwei Dutzend anwesenden Mitarbeiter verlassen die Bank und alarmieren die Polizei.

Nur wenige Minuten später sperren Einsatzkräfte der Elmshorner Polizei den Bereich um die Bank weiträumig ab. Es erfolgt zudem eine umgehende Evakuierung der umliegenden Gebäude. Kurz darauf beginnen Sprengstoffspürhunde die Filiale von oben bis in den Keller zu durchsuchen. Auch der unmittelbare Bereich um das Haus wird unter die Lupe genommen.

Währenddessen sitzt die angerufene Bankerin bei der Polizei und bringt ihre Aussage zu Protokoll. Dann Aufatmen an der Schulstraße. Die Beamten und deren Hunde fanden keinen Sprengsatz. Um kurz nach 13 Uhr erste Entwarnung. Der Verkehr an der Kreuzung Holstenstraße/Schulstraße wird wieder freigegeben.

Die Bank selbst jedoch durchsuchten die Spürhunde ein zweites Mal. Auch hier hieß es kurz darauf: Keine Bombe in der Bank. Um 14 Uhr konnten die Mitarbeiter die Schalter wieder öffnen.

„Gott sei dank ist die Sache glimpflich ausgegangen“, erklärte im Anschluss der Durchsuchung Michael Prinz. Der Regionalfilialleiter der Commerzbank war sichtlich erleichtert, denn er selbst war vor Jahren Opfer eines Überfalls. Damals bedrohte ihn ein Bankräuber mit vorgehaltener Pistole. „Diese Bilder habe ich immer noch im Kopf“, sagte er.

Zwei Fragen beschäftigen den Commerzbanker nach der jüngsten Bedrohung nachhaltig: Warum hat der unbekannte Anrufer seine Kollegin direkt angerufen? Woher hat dieser die Nummer? Antworten kann Prinz nicht geben. Das müssen die weiteren Ermittlungen der Polizei ergeben.

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