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Übung der Brandschützer : „Ernstfall“ gemeistert

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Feuer groß, Menschenleben in Gefahr: Vor dieser Aufgabe standen die Feuerwehren von Seester und Klein Nordende.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Alarm für die Freiwilligen Feuerwehren Seester und Klein Nordende. Ein Reetdachhaus an der Kreuzung Zur Rönnwetter/Dorfstraße in Seester brennt mit starker Rauchentwicklung und Funkenflug. Im hinteren Bereich des Gebäudes sollen sich noch drei Personen befinden. Im nur wenige Meter entfernten Nachbargebäude ist das Treppenhaus stark verraucht. Die Bewohner können das Mehrfamilienhaus nicht mehr verlassen. Die Meldung der Leitstelle West: „Feuer groß, Menschenleben in Gefahr.“

Was die Kameraden beider Wehren zum Zeitpunkt der Alarmierung nicht wussten: Es handelte sich bei diesem Einsatz glücklicherweise nur um eine nicht angekündigte Übung. Seesters Wehrführer Hermann Stieler hatte diese Alarmübung ausgearbeitet und nur wenige Personen waren vorab informiert worden.

Stieler hatte die Übung so nahe an der Realität wie möglich ausgearbeitet. Ihm war es wichtig, die Kommunikation zwischen beiden Wehren zu üben, eine ausreichende Wasserversorgung aufzubauen und die benachbarten Gebäude zu schützen. Besonderes Problem: Die Bebauung an der Dorfstraße ist auf der in diesem Fall betroffenen Straßenseite sehr eng. Das historische Pastorat und die St. Johannis Kirche nicht weit weg. „Ein Reetdach bedeutet eine große Strahlungshitze und Funkenflug. Das ist eine gefährliche Sache“, so Seesters Wehrführer und ergänzt: „Das ist eine Sache, die geübt werden muss, auch wenn wir hoffen, dass dieser Fall in der Realität nicht eintritt.“ Eine besondere Herausforderung für die rund 65 Einsatzkräfte aus Seester und Klein Nordende war der Aufbau der Wasserversorgung. Um sowohl das Wasserschutzschild (Hydroschild) zwischen den Gebäuden aufbauen, als auch die Löscharbeiten durchführen zu können, sind nämlich große Wassermengen erforderlich. Die Konsequenz: Die Wehren legten mehrere hundert Meter Schläuche. Der Hydrant am Kirchenstieg und die neuen Hydranten im Neubaugebiet wurden für die Wasserversorgung genutzt. Des Weiteren wurde per Pumpe Wasser aus der Rönnwetter gefördert.

Im Anschluss an die Übung zeigten sich Stieler und der stellvertretende Klein Nordender Wehrführer Florian Schinckel sehr zufrieden. „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt. Die Hydranten im Neubaugebiet funktionieren. Seester und Klein Nordende sind eingespielte Teams. Wir müssen uns keine Gedanken machen, ob Einsatzbefehle ausgeführt werden oder nicht. Auch die Rückmeldungen klappen hervorragend.“, so Stieler. Dieser Aussage schloss sich Schinckel an, bemerkte allerdings mit Blick auf den starken Regen an diesem Abend: „Toll, das das mit dem Zeltlager bei dieser Übung auch geklappt hat.“

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