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Hunde töten Kater : Erneute Beiß-Attacke in Horst

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zweiter Vorfall in einer Woche. Wieder waren es Huskies. Besitzerin ist erschüttert.

von
erstellt am 04.Mär.2015 | 16:00 Uhr

Horst | Binnen weniger Tage ist es in Horst erneut zu einer Beiß-Attacke gekommen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, haben am Wochenende Hunde in der Gemeinde einen Kater angefallen und diesen derart schwer verletzt, dass er vom Tierarzt nur noch eingeschläfert werden konnte. Nur eine Woche zuvor hatten Huskies einen Mischlingshund gebissen. Auch dieses Tier musste eingeschläfert werden.

Wie im ersten Fall handelte es sich bei der Attacke auf den Kater um Huskies. Nach Angaben der Polizei haben zwei frei laufende Schlittenhunde den Kater auf dem Grundstück seiner Besitzer zunächst gejagt und sich dann in ihm verbissen. Als die Tiere von dem Kater abließen, war dieser so schwer verletzt, dass auch eine Tierärztin sein Leben schließlich nicht mehr retten konnte.

Die Huskies waren in den beiden Fällen nicht dieselben Tiere. Jetzt am Wochenende waren es Hunde von Sabine Mohr. Sie betreibt in Horst eine Husky-Zucht und ist selbst erschüttert. „Wir haben uns bei den Besitzern des Katers mit einem Blumenstrauß entschuldigt. Uns tut der Vorfall sehr leid“, sagt Mohr und spricht für sich und ihren Sohn. Im ersten Fall handelt es sich nach ihren Angaben um Hunde eines Bekannten aus dem Weserbergland, der zu Besuch war. Dieser habe eine Trainingsrunde mit seinen Huskies gedreht. „Dabei ist der Mischlingshund kläffend auf die Huskies zugelaufen und hat sie in ihrem Gespann attackiert – sie wurden selbst verletzt und haben sich gewehrt“, sagt Sabine Mohr.

Die beiden Vorfälle in so kurzer Zeit seien sehr ärgerlich. Sie selbst halte Huskies seit 1997. Die Zucht betreibt sie seit 2009. „In den ganzen Jahren ist es mit meinen Tieren nun erst zum zweiten Mal zu einem Vorfall gekommen. Vor Jahren waren schon einmal drei Hunde ausgebüxt und haben auf einer Wiese eine Katze getötet“, berichtet die Züchterin. Um weitere Vorfälle zu verhindern, will Sabine Mohr nun eine Schleuse zu ihrem Grundstück einrichten. Denn am Wochenende hatte ein unachtsamer Besucher die Pforte offen stehen gelassen. „So etwas soll sich nicht wiederholen“, betont Mohr, die ihre Hunde nur angeleint ausführt. In beiden Fällen laufen gegen die Husky-Besitzer Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Gefahrhundegesetz.

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