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Elmshorn : Erleichterung nach dem erneuten Feuer in der Beethovenstraße

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nachdem es gestern wieder im Hochhaus an der Beethovenstraße gebrannt hat, beläuft sich der Schaden auf 100.000 Euro. Neun Wohnungen wurden beschädigt.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Die Mieter des markanten gelben Hochhauses an der Elmshorner Beethovenstraße sind am Montagabend knapp einer erneuten Katastrophe entgangen: Ein Feuer unterm Dach löste einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Nur dem erfahrenem Einsatz der Helfer ist es zu verdanken, dass sich der Brand nicht ausbreiten konnte. Dennoch entstand ein Sachschaden von geschätzten 100.000 Euro. Neun Wohnungen wurden vom Löschwasser beschädigt.

Was für ein Drama. Kaum ist der Schock vom Feuer Ende Juni im Nachbarhaus (Nummer 15 und 17) aus den Köpfen der Menschen dort im Quartier verarbeitet, da kommt neuer Schrecken auf die Bewohner zu. In der Nacht zum Dienstag spielte sich dort an der Beethovenstraße eine neue Tragödie ab. Diesmal im Eingang Hausnummer 13. In einem Verschlag unterm Dach wurde ein Feuer entdeckt. 65 Einsatzkräfte der Elmshorner Wehr und Dutzende Helfer aus Klein Nordende rückten nach Alarmierung um 21.51 Uhr aus. Großeinsatz. Brandmeister Rolf Valentin aus Elmshorn befürchtete erneut eine Tragödie. Beim jüngsten Einsatz nebenan Ende Juni wurden 100 Wohnungen zerstört. Das sollte nicht noch einmal geschehen. „Es war ein komisches Gefühl beim Ausrücken. Wir haben mit dem Schlimmsten gerechnet“, sagte Valentin.

Wieder Feuer im Hochhaus. Wieder unterm Dach. Doch diesmal sollte die Tragödie ausbleiben. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstet stiegen Einsatzkräfte die Stockwerke des neungeschossigen Hauses hoch bis unters Dach. Die Hausbewohner waren bereits auf die Straße geflüchtet. Ihnen stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Unterm Dach und in den Hausfluren behinderte dichter Qualm den Einsatz der Wehren. Mit Sägen schnitten sie Löcher ins Dach, damit der Rauch abziehen konnte. Der Brandherd war schnell gefunden und gelöscht.

„Der Einsatz im Nebenhaus vor wenigen Wochen hat uns geholfen, das Feuer diesmal schnell unter Kontrolle zu bekommen. Dadurch konnten wir Schlimmeres verhindern“, sagte Einsatzleiter Valentin. Auch die Bauweise der Verschläge half, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Rigips-Platten zwischen einzelnen Abstellflächen sorgten dafür, dass sich der Brand nicht ungehindert ausbreiten konnte.

Dennoch: „Durch Löschwasser sind neun Wohnungen auf betroffen“, erklärte Hauseigentümer Deutsche Annington gestern. Erste Maßnahmen zur Trocknung seien eingeleitet. Betroffene Mieter konnten in ihren Wohnungen verbleiben. Nur zwei Räumlichkeiten seien unbewohnbar. Die Opfer sind zunächst bei Freunden untergekommen.

„Kaum zu glauben, was dort passiert ist“, sagte Stadtrat Dirk Moritz. Er selbst war in der Nacht vor Ort und stand den Bewohnern zur Seite. Einige Menschen seien jedoch psychisch am Ende. Vor allem das Schicksal einer Familie ginge an die Nieren. Nachdem sie Ende Juni ihre Habseligkeiten beim Feuer nebenan verlor, wurde sie nach Umzug ins jetzt betroffene Nachbargebäude erneut Opfer eines Brandes. Die Menschen haben wiederum alles verloren.

Der entstandene Gesamtschaden am Haus und Wohnungen soll sich nach Angaben der Deutschen Annington auf etwa 100.000 Euro belaufen. Allerdings rieselte das Löschwasser bis in den Keller. Der Aufwand der Sanierung kann sich somit noch erhöhen. Das beschädigte Dach wurde noch in der Nacht gesichert. Die Brandursache ist nicht geklärt.

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