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„Forum Baltikum – Dittchenbühne“ : Erfolg mit Aschenputtel & Co.

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

In seiner Jahreshauptversammlung blickt der Verein „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ zurück und nach vorne.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2016 | 16:30 Uhr

Elmshorn | Der Blick auf das zurückliegende Jahr stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins „Forum Baltikum – Dittchenbühne“. Aber natürlich wurde auch für die kommenden Monate geplant: die Ostseetournee in diesem Jahr etwa oder das Weihnachtsmärchen 2016.

Der Vereinsvorsitzende Raimar Neufeldt bewertete das vergangene Jahr als durchaus positiv: So waren die drei eigenen Inszenierungen der Dittchenbühne („Ich liebe Euch doch alle!“, „Der Revisor“ und „Aschenputtel“) große Erfolge mit vollem Haus. Auch die achte Baltische Tafelrunde mit dem estnischen Botschafter Toivo Tasa aus Tallinn zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Und zu dem traditionellen Pfingstochsen-Fest rund um die Dittchenbühne kamen etwa 15  000 Besucher.

Als einen Höhepunkt des vergangenen Jahres bezeichnete Neufeldt die 25. Ostseetournee des Theaters, die nach Polen, in das Königsberger Gebiet, in die baltischen Staaten und nach Russland führte. Auf dem Programm: Gogols „Revisor“. Ralf Skala hielt während der Jahreshauptversammlung einen informativen Lichtbildervortrag über diese Tournee.

Die Vielfalt der Angebote – von den Theateraufführungen und Filmvorführungen über Bildungsreisen, Kurse und Vorträge bis hin zu Veranstaltungen von und für Migranten – führten die Menschen an die Dittchenbühne heran. Neufeld: „Der Verein verzeichnet einen leichten Mitgliederzuwachs und hat jetzt 701 Mitglieder.“

Für das laufende Jahr informierte Neufeldt darüber, dass das Ensemble mit der Kriminalkomödie „Der Fluch des Bernsteinzimmers“ auf Ostseetournee gehen wird. Die Regie für dieses Stück hat Maria von Bismarck übernommen. Und in der Adventszeit können sich Kinder und Familien wieder auf ein traditionelles Weihnachtsmärchen freuen: Auf dem Spielplan steht „Rapunzel“ nach den Gebrüdern Grimm.

Stephanie Weiland gab einen Überblick über die Finanzen.
Stephanie Weiland gab einen Überblick über die Finanzen. Foto: Forum Baltikum – Dittchenbühne
 

Der Fahrtenring des Vereins führt Bildungsreisen nach Ostholstein, nach Lüneburg und Dömitz, nach Thüringen, in eine ganze Reihe von Hansestädten bis nach Gotland, nach Goslar zum Weihnachtsmarkt und nach Wernigerode durch. Musikalischer Leckerbissen zur Mittsommernacht: die „Mitternachtskometen“ treten an der Dittchenbühne auf.

Das Forum Baltikum ehrte während der Jahreshauptversammlung einige besondere Mitglieder: Christine Martischus wurde für 25 Jahre Kostümschneiderei geehrt und Irmgard Rohlff für 25 Jahre Souffleurarbeit. Dem 16-jährigen Florian Busch dankte Neufeldt für seine aktive Tätigkeit auf diversen Gebieten.

Für den Vorstand standen einige Nachwahlen an: Dabei wurden als Beisitzer Petra Maruska, Renate Neufeldt, Dieter Staack, Ralf Skala, Dr. Wolf-Dieter Schubbe, Immo Neufeldt, Abdul Laban, Sascha Müller, Pelle Haas und Alexander Kahns neu gewählt. Zum Vorstand gehören weiterhin Raimar Neufeldt als Vorsitzender, Stephanie Weiland als stellvertretende Vorsitzende sowie Harald Mohr, Jürgen Muschketat, Wilfried Reimann, Ulrich Dressel, Kai Donau, Merle Mühlhausen und Florian Busch.

Die deutsche Filmsatire „Wir Kellerkinder“ von Wolfgang Neuss aus dem Jahr 1960 zeigt der Filmclub des Elmshorner Forums Baltikum am Dienstag, 12. April, um 19 Uhr. Der Eintrittspreis kostet pro Person sechs Euro. Mit den „Kellerkindern“ wollte Neuss 1960 den Versuch unternehmen, „Kabarett filmbar zu machen“. Der Schwarzweiß-Streifen setzt sich satirisch mit der Zeit des Faschismus und mit der Nachkriegszeit in Deutschland auseinander: Während der Nazi-Herrschaft betätigt sich Hauptdarsteller Macke in der Hitlerjugend, ist aber zugleich vom verbotenen Jazz angezogen. Nach dem Krieg wird er in der sowjetischen Besatzungszone ideologisch verfolgt, und in der Bundesrepublik steckt man ihn schließlich in eine Anstalt. Auf der Besetzungsliste stehen neben Wolfgang Neuss als Macke auch Wolfgang Gruner, Jo Herbst, Achim Strietzel, Karin Baal, Ingrid van Bergen, Ralf Wolter und andere. Filmpremiere der „Kellerkinder“ war im Sommer 1960 im Fernsehen – ein Politikum zur damaligen Zeit, das zum Boykott durch die Filmverleiher führte, und daraufhin zu einem erfolgreichen Einsatz des Bundeskartellamtes. 
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