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Elmshorner Nachrichten

21. September 2017 | 00:05 Uhr

Er ist Künstler aus Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ausstellung Elmshorner Anders Petersen öffnet sein Atelier am 1. und 2. Juli / Bilder schmücken Büros in der Hamburger Hafencity

Viele Künstler sehen sich Tag für Tag mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert: Sie sind arm, unorganisiert, egozentrisch, chaotisch und manchmal auch narzisstisch veranlagt. Doch dieser Mann beweist mit seiner freundlichen Art das Gegenteil: Anders Petersen.

Der Maler und Grafiker gewann in seiner Karriere bereits zahlreiche Preise und ist inzwischen einer der gefragtesten Künstler in der Szene.

Petersen ist im Jahre 1959 in Elmshorn geboren und aufgewachsen. Das Talent und die Kreativität wurde ihm bereits in die Wiege gelegt: Beide Elternteile waren in der Kunstszene aktiv. Sein Vater war Maler und Illustrator und seine Mutter professionelle Fotografin. Später studierte er Freie Kunst an der Muthesius Hochschule Kiel und absolvierte ein Gaststudium an der Myndlista og Handida Skoli in Reykjavik. Damit ging für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung. Seit 1998 arbeitet er als freischaffender Künstler und lebt seit einiger Zeit mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Hamburg. Werkstatt und Atelier hat der Norddeutsche jedoch nach wie vor in seinem Elternhaus in Elmshorn. „Einen ernsthaften Plan B zum Künstlerleben gab es nicht,“ verrät Petersen. Ein Geschichtsstudium wäre notfalls eine denkbare Alternative gewesen. „In der Kunst gibt es keine Grenzen, es ist so gut wie alles möglich. Ich kombiniere mein Interesse an Musik und Geschichte und lasse es in meine Werke einfließen,“ erklärt er. Diese werden auch durch seinen Wohnort Hamburg und die damit verbundenen maritimen Eindrücke beeinflusst. So kam es, dass er zahlreiche Büros in der Hafencity mit seinen Bilder ausstattete.

In seiner Freizeit geht der Künstler gern joggen oder liest Bücher. Das ist nicht seine einzige Passion: „Ich sammle. Das macht mir sehr viel Spaß.“ Er ist stets auf der Suche nach alten französischen Grafiken aus dem 19. Jahrhundert, worauf die Gesichter der französischen Revolution zu sehen sind.

Darüber hinaus engagiert er sich ehrenamtlich für andere Künstler. Seit Ende April ist Petersen Vorsitzender des Bundesverbandes für Bildende Künstler. Er möchte eine größere Wahrnehmung und mehr Akzeptanz schaffen. Dabei setzt er auf verschiedene Ausstellungsprogramme, um die Präsenz zu fördern. Deshalb nimmt er in diesem Jahr am Sommeratelier teil.

Interessierte können am 1. und 2. Juli einen Einblick in seine Kunst bekommen. Von 11 bis 18 Uhr öffnet er die Türen seines „anders.art.atelier“. Zu sehen sind Bilder zum Thema „Mont Ventoux“. Der Berg ist vor allem durch die „Tour de France“ bekannt.

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