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Elmshorner Nachrichten

19. November 2017 | 19:14 Uhr

Er betreibt jetzt den Imbiss im Hafen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neueröffnung Florian Heyn hat aus dem „Hafensnack“ den „Strandfloh Kollmar“ gemacht / Damit geht ein langer Kampf um den Imbiss zu Ende

shz.de von
erstellt am 01.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Florian Heyn ist der neue Betreiber des Imbisses im Kollmaraner Hafen. Bis die Gemeinde ihm den Platz übergeben konnte, war es jedoch ein langer Kampf (wir berichteten). An Ostern vor einem Jahr hatte die Gemeinde dem ehemaligen Betreiber Hartmut Köhler den Pachtvertrag gekündigt. Der jedoch weigerte sich zu gehen. Es folgte eine Schließung des „Hafensnacks“ durch die Lebensmittelaufsicht, ein Gerichtsprozess, der zu Gunsten der Gemeinde ausging – und schließlich die Räumung des Platzes durch den Gerichtsvollzieher Mitte Mai diesen Jahres. Kollmars Bürgermeister Klaus Kruse jedenfalls ist mehr als froh, dass dieses Kapitel für seine Gemeinde jetzt abgeschlossen ist.

Einem blieb während all dieser Zeit nichts anderes übrig, als abzuwarten: Florian Heyn, seit 2015 Inhaber des Imbisses „Strandfloh Bielenberg“ und seit 2016 Betreiber des „Strandfloh on Ice“ an der Elmshorner Eislaufbahn auf dem Holstenplatz. Der 27-Jährige hatte bereits im Mai 2016 von der Gemeinde Kollmar den Zuschlag für den Imbiss erhalten. „Als ich die Ausschreibung gesehen habe, musste ich nicht lange überlegen“, erzählt der Wahlkollmaraner. „Ich liebe diese Gegend an der Elbe – die Chance, einen zweiten Imbiss direkt am Wasser zu eröffnen, war einmalig.“

Heyn stellte der Gemeinde sein Konzept vor: Einige wenige, aber sehr hochwertige Speisen will er anbieten – „und zwar immer in der gleichen Qualität und Geschwindigkeit, egal ob an einem regnerischen Wochentag oder an einem perfekten Strandtag am Wochenende.“ Und ein freundlicher Service ist ihm ganz wichtig. Sein 20-köpfiges Team ist bunt gemischt, darunter sind alte Gastronomie-Hasen ebenso wie ehemalige Saison-Kräfte, die es sich nicht nehmen lassen, in den Semesterferien für eine Woche wiederzukommen.

Heyn bekam den Zuschlag von der Gemeinde – und nachdem der Gerichtsvollzieher das Grundstück geräumt hatte, konnte er „einziehen“. Zunächst stellte Heyn Ende Mai einen provisorischen Wagen auf, ab heute eröffnet er seinen nagelneuen mobilen Imbisscontainer. Eigentlich sind es sogar drei Container, einer für den Verkauf, einer für die Spülküche, einer für die richtige Küche. „Ich habe viel investiert, weil ich mir sicher bin, dass das hier auch noch für die nächsten 40 Jahre das Richtige für mich ist“, sagt Heyn. Dafür ist es ihm ganz wichtig, einen guten Kontakt zu der Gemeinde zu halten. „Meine Verantwortung hört für mich nicht mit meinem Grundstück auf, ich stelle zum Beispiel auch Mülleimer für die Strandbesucher auf und bei Arbeiten im Hafen sorge ich auch mal für die Verpflegung. So funktioniert eben das Dorfleben.“ Zwar verdiene er mit den Touristen hauptsächlich sein Geld, sagt Heyn. „Das nutze ich, um an sieben Tagen in der Woche bis mindestens 22 Uhr geöffnet zu halten – eben dann, wenn die Kollmaraner Zeit haben.“

Von einem guten Verhältnis mit den Kollmaranern profitiert wiederum Florian Heyn. Die Bewilligung für einen Anschluss an eine bestehende Wasserleitung bekam Heyn von einem örtlichen Verein nach einem Gespräch. Die fehlende Leitung war im Herbst der Grund für die Schließung des Hafensnacks durch die Lebensmittelaufsicht gewesen.

Das Angebot wird ähnlich sein, wie in Bielenberg: Currywurst, belgische Pommes, Cocktails, Bier und Eis. Korbstühle, Holztische und Sonnenschirme kommen noch dazu. Wenn es nach Heyn geht, bleibt der „Strandfloh Kollmar“ auch den Winter über geöffnet. Das muss er noch mit den Behörden abklären. Erstmal freut sich der frischgebackene Hafenimbiss-Besitzer auf die Sommersaison, neue Gäste – und einen guten Start.

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