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Elmshorner Nachrichten

23. Oktober 2017 | 13:54 Uhr

Elmshorns schönste Kleingärten

vom

Wettbewerb um schönsten Garten, schönstes Gemüsebeet und schönste Rose ausgetragen

shz.de von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Elmshorn | Der Wettbewerb um Elmshorns schönsten Kleingarten ist entschieden - wenn auch mit einem ungewöhnlichen Ergebnis. Der Kleingartenverein Elmshorn hatte seine Mitglieder in diesem Jahr erstmals zum Wettbewerb aufgerufen. In den Kategorien schönste Rose, schönster Garten und schönstes Gemüsebeet konnten sich die Teilnehmer beweisen.

"Wir hatten insgesamt acht Anmeldungen für den Wettbewerb", berichtet der Kleingärtner und Juror Rolf Tschochner. Allein sieben Laubenpieper aus der Kolonie am Schneiderkamp wollten sich beweisen, lediglich eine Anmeldung stammte aus der Kolonie Am Fuchsberg. Ausgerechnet die wurde jedoch zurückgezogen: "Der Pächter hatte sich das Bein gebrochen und schaffte es nicht mehr, zu gärtnern. Er meinte, dass sein Garten nicht mehr vorzeigbar sei", so Tschochner.

So blieb der Jury nur eines: Sie begutachteten nur sieben Gärten am Schneiderkamp. Mehrere Gemeinschaftsleiter, Fachberater und Mitglieder des Vorstandes inspizierten die Anlagen aufs Genaueste - und nach strengen Maßgaben. "Wir haben nach dem ökologischen Nutzen, dem Bundeskleingartengesetz und dem Gesamteindruck bewertet", erklärt Tschochner das Vorgehen. Jedes Jurymitglied konnte dabei Punkte vergeben.

Am Ende gab es einen eindeutigen Favoriten: Hugo Timm hat nicht nur den schönsten Garten Elmshorns, sondern auch die schönste Rose und das zweitschönste Gemüsebeet vorzuzeigen. Kurios: Der Kleingärtner ist, so Tschochner, bereits am 6. Juli des Jahres verstorben - drei Wochen vor dem Wettbewerb. Der 78-Jährige wäre im nächsten Jahr seit 50 Jahren Mitglied im Kleingartenverein gewesen. "Wir haben mit den Hinterbliebenen entschieden, seinen Garten dennoch teilnehmen zu lassen", so Tschochner, "da es das Andenken an Hugo Timm bewahrt und unterstreicht." In dem gepflegten Garten überzeugte vor allem das Gesamtensemble, die prächtigen Rosenbeete und das Gemüsebeet.

Maria und Jan Panzer konnten mit ihren Mischkulturen im Gemüsebeet Punkte sammeln. Die seien ökologisch sinnvoll und schützen vor Schädlingen, sagt Tschochner. Auch die Gesamtanlage überzeugte. Ähnlich wie bei Euge nius Kakol: Der langjährige Kleingärtner belegte den dritten Platz in den Kategorien schönster Garten und schönstes Gemüsebeet. Den zweiten Platz in der Kategorie "schönste Rose" belegte die ehemalige Parzelle 70 der EN: Seit Anfang des Jahres gärtnern hier einige ehemalige EN-Kleingärtner um Morten Planer. Den driten Platz belegte Regine Wilms.

Der Verein lobte für jeden ersten Platz einen 100-Euro-Pflanzengutschein, für jeden 2. Platz einen 50-Euro-Gutschein und für jeden dritten Platz einen 25-Euro-Gutschein aus. "Da fünf von sieben Teilnehmern einen Preis erhalten haben, haben wir für die beiden anderen Teilnehmer einen Gutschein in Höhe von 20 Euro ausgelobt", so Tschochner. "Mit dem Wettbewerb wollen wir das Gemeinschaftsgefühl stärken", betont er - und auch im kommenden Jahr sollen Elmshorns Kleingärnter wieder zeigen, wie prächtig ihre Gärten sind - dann sicherlich mit mehr Teilnehmern, hofft Tschochner.

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