Wettbewerb : Elmshorns neue Schaltzentrale: Die drei besten Vorschläge für das neue Rathaus

Drei Entwürfe für das neue Rathaus haben das Rennen gemacht. Shz.de stellt die Vorschläge der Architekten einzeln vor.

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20. Dezember 2017, 12:30 Uhr

Elmshorn | Jetzt ist es offiziell: Mit den Entwürfen in diesem Beitrag haben drei Architekturbüros die ersten Plätze im Wettbewerb um das neue Rathaus gewonnen. Erst mit den Verhandlungen im Frühjahr 2018 wird jedoch endgültig feststehen, aus welchem Vorentwurf das neue Rathaus entstehen wird. Diese Entscheidung ist unter anderem von notwendigen Detailanpassungen abhängig, betont Vera Hippauf, Leiterin des Gebäudemanagements.

Erster Platz: Passt sich ans Umfeld an

Der Wettbewerbs-Sieger – der Entwurf des Büros Winking Froh.
Winking Froh Architekten GmbH

Der Wettbewerbs-Sieger – der Entwurf des Büros Winking Froh.

 

Mit einem einladenden Eingang, rotem Klinker, der sich in das Umfeld einfügt, einer gut strukturierten Fassade und einem durchdachten Grundriss konnte das Hamburger Büro Winking Froh Architekten GmbH die Jury überzeugen: Der Entwurf belegt den ersten Platz. Die Jury – bestehend aus Fachleuten sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung – lobte den „auf Kolonnaden aufsitzenden Kollegiumssaal, der auch im Grundriss den räumlichen Höhepunkt der Halle bildet“.
 

Die Gliederung des Gebäudes sei sowohl auf Seiten des Buttermarktes, wie auch auf Vormstegen gelungen. Die Fassaden seien „wohltuend fein und zurückhaltend strukturiert“, heißt es weiter im Urteil der Fachleute. Die vorgesehene Eingangshalle als großer Kommunikationsraum für Mitarbeiter und Besucher biete eine gute Orientierung. Zusammenfassend urteilte die Jury: „Ein Entwurf, der auf allen Ebenen Antworten liefert, die in Maß und Gestalt den Ort und die Bedeutung eines Rathauses am Buttermarkt für die Bürger Elmshorns überzeugt.“ Positiv hervorgehoben hat die Stadt auch die Berücksichtigung regenerativer Energien und die gute Verbindung der Flügel mit dem restlichen geplanten Baublock.

Zweiter Platz: Transparente Demokratie

Gefiel auch wegen des offenen Fensters zum Kollegiumssaal: Der zweitplatzierte Entwurf der PFP Planungs GmbH.
PFP Planungs GmbH
Gefiel auch wegen des offenen Fensters zum Kollegiumssaal: Der zweitplatzierte Entwurf der PFP Planungs GmbH.
 

Zweitplatziert ist der Entwurf der ebenfalls in Hamburg ansässigen PFP Planungs GmbH. Hell geklinkert, orientiert sich das Gebäude zum Buttermarkt und schafft eine „schöne Eingangssituation“, urteilte die Fachjury. Denn: Der Haupteingang und der Zugang zum Trauzimmer befinden sich auf einem zurückgesetzten Eingangshof, der „zum Treffen und Verweilen einlädt“ sowie „ein schönes Ambiente für Hochzeiten“ bietet. Von diesem Hof aus sei das „großzügige Forum im Eingangsbereich“ und damit alle Abteilungen gut zu erreichen, eine offene Treppe führe intuitiv in das erste Obergeschoss und in den großen Saal, der mit seinem großen Fenster die Jury beeindruckte – und auch bei der Stadt Elmshorn positiv bewertet wurde: „Das offene Fenster macht Demokratie transparent“, befand das Gebäudemanagement.

Dritter Platz: Gute Bürostruktur

Beim drittplatzierten Entwurf lobte die Jury die gute Bürostruktur.
PPP Architekten + Stadtplaner
Beim drittplatzierten Entwurf lobte die Jury die gute Bürostruktur.
 

Der dritte Platz wurde an PPP Architekten + Stadtplaner Lübeck vergeben. Die Fachjury hob die Bürostruktur hervor: Um ein offenes Atrium herum organisiert, an dem auch Teeküchen und informelle Sitzzonen vorgesehen sind, befinden sich im Haupttrakt Einzelbüros. Aus Sicht des städtischen Gebäudemanagements sei die „rote Klinkerfassade passend für das Umfeld“, die offenen und hellen Flure sowie der klar erkennbare Eingang positiv hervorzuheben. Auch die gute Zugänglichkeit des im Obergeschoss liegenden Saales wurde gelobt.

Freude über das Wettbewerbs-Ergebnis

Die drei erstplatzierten Entwürfe des Rathaus-Wettbewerbs sind noch bis zum 4. Januar während der Öffnungszeiten des Elmshorner Rathauses im Kollegiumssaal
zu sehen. Bürgermeister Volker Hatje freut sich über das Wettbewerbsergebnis: „Die drei Sieger haben markante, stadtbildprägende Rathäuser entworfen, die sich trotz ihrer individuellen Architektur in das Stadtbild einfügen. Alle drei Entwürfe schaffen es so, eine Brücke zwischen der Innenstadt, dem Buttermarkt und dem Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen zu schlagen – ein wichtiger Beitrag, um das Quartier nachhaltig zu beleben. Damit setzt die Stadt Elmshorn auch einen wichtigen Impuls für die weitere Entwicklung im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen.“

Stadtrat Dirk Moritz lobt die Siegerentwürfe: „Schon heute ist das Elmshorner Rathaus ein für alle Menschen offener Treffpunkt – und nicht nur ein Verwaltungsgebäude.“ Alle Siegerentwürfe hätten diese bedeutende Eigenschaft des Rathauses berücksichtigt. „Ich bin überzeugt, dass es damit gelingen wird, die schon heute vielfältigen Nutzungen auch am neuen Standort zu ermöglichen. Die hohe Qualität der Entwürfe wird sicherstellen, dass das neue Rathaus den Anforderungen jahrzehntelang gerecht werden wird.“

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