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Elmshorner Nachrichten

21. November 2017 | 05:40 Uhr

Stadtumbau : Elmshorns Herkulesaufgabe

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Verwaltung gibt Bürgern am Tag der Städtebauförderung konkrete Einblicke in die Pläne für Krückau-Vormstegen.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Die Stadt soll umgebaut werden – „Da ist schon so viel drüber geschrieben worden, jeder Elmshorner weiß das“, kommentierte ein Besucher des Tages der Städtebauförderung am Sonnabend die Lage. Jeder Elmshorner weiß das, aber eine genauere Vorstellung darüber, wie das Gebiet Krückau-Vormstegen in Zukunft aussehen soll, haben die wenigsten. Zu viel wird verändert, zu viel steckt noch in der Planung. Beim Tag der Städtebauförderung, einem bundesweiten Aktionstag, stand darum in Elmshorn der Umbau der Innenstadt im Zentrum der Veranstaltung. Mit einem Stadtrundgang zu den Orten, wo die wichtigsten Bauprojekte folgen sollen, versuchten die Veranstalter die Sanierungsplanungen deutlicher zu veranschaulichen.

Auf der Klostersande hielt Bürgervorsteher Karl Holbach die Begrüßungsansprache. Danach folgten Kurzvorträge von Silke Faber, Leiterin des Amts für Stadtentwicklung, über den Umbau allgemein und vom Stadtrat Dirk Moritz, der über die Planung zum neuen Rathaus berichtete. „Wer regelmäßig zum Buttermarkt geht, hat vielleicht schon etwas gesehen. Vor nicht allzu langer Zeit sind auf der Straße blaue Linien gezeichnet worden. Die zeigen, wo das neue Rathaus stehen soll“, sagte Moritz.

Um die blauen Markierungen ging es auch in dem Stadtrundgang. „Wir stehen hier an der Ecke des neuen Rathauses“, erklärte Katharina Jantzen, als die Gruppe am Buttermarkt angekommen ist und die erste Markierung findet. Jantzen arbeitet im Amt für Stadtentwicklung und leitete zusammen mit Markus Pietrucha eine von beiden Rundgangsgruppen. Pietrucha ist der Klimaschutzkoordinator der Stadt und stellte beim Rundgang die Schwierigkeiten heraus, ein funktionierendes nachhaltiges Energiekonzept zu entwickeln. „Vieles weist in Richtung Neubau, aber weil die Gebäude zu unterschiedlichen Zeiten gebaut werden, werden unterschiedliche Vorgaben gelten“, sagte Pietrucha.

Das Thema energetische Sanierung war für viele Rundgangsteilnehmer besonders interessant. So erzählte Bernd Biggemann aus Elmshorn, dass ein niedriger Verbrauch wichtig sei, die Art der Energiegewinnung aber von der Stadt berücksichtigt werden solle. „Strom aus erneuerbaren Energien – ja, das unterstütze ich. Aber nicht aus Biogas. Die Energiebilanz ist katastrophal“, so der Elmshorner.

Katharina Jantzen vom Amt für Stadtentwicklung erklärt den Rundgangsteilnehmern die blauen Markierungen auf dem Buttermarkt. Hier soll später das Rathaus stehen.
Katharina Jantzen vom Amt für Stadtentwicklung erklärt den Rundgangsteilnehmern die blauen Markierungen auf dem Buttermarkt. Hier soll später das Rathaus stehen. Foto: Lottmann
 

Der Tag der Städtebauförderung ist gut besucht und bei dem Rundgang nutzen viele Bürger die Gelegenheit Fragen zu stellen. Ein Thema, das dabei immer wieder auftauchte: die Parktplatzsituation. „Die Parkplätze hier werden von Pendlern benutzt. Das ist ein Problem“, sagte Jantzen als die Gruppe am ehemaligen Sky-Markt vorbeikam. Auch Andreas Hahn, Vorsitzender des Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, nahm an dem Rundgang teil und meldet sich bei der Stellplatzthematik zu Wort: „Was wir brauchen ist ein Parkplatzkonzept, bei dem auch für Innenstadtbesucher genug Fläche zur Verfügung steht.“

Viele Aspekte des Stadtumbaus wurden bei dem Rundgang angesprochen, und auch die Schwierigkeiten, mit dem die Planer zu kämpfen haben, wurden herausgestellt. So sei etwa immer noch unsicher, was mit den Knechtschen Hallen passieren soll. Gerade für das Herstellung eines Energiekonzeptes sei es aber wichtig zu wissen, wie ein Gebäude genutzt werde: „Ein Parkhaus braucht weniger Energie als ein Wohnhaus“, so Jantzen. Auch dass mit dem Bau am ehemaligem Kibek-Haus schon begonnen wurde, stellt die Stadtplaner vor Herausforderungen bei der Versorgungsplanung oder auch der Entwässerung. „Der Umbau ist eine Herkulesaufgabe“, zieht der Bürger Ivo Hannemann nach dem Rundgang als Fazit. Von dem Neubauentwurf sei er aber überzeugt: „Ich finde die Ideen im Rahmenplan nach wie vor exzellent.“

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