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Elmshorner Nachrichten

20. August 2017 | 02:49 Uhr

Elmshorns "erste Adresse"

vom

Königstraße 1: Das ehemalige Kino "Savoy" - 500 Quadratmeter in bester Lage / Einzig Parkraum fehlt

Elmshorn | Königstraße 1 - allein der Name dieser Adresse steht für eine Top-Lage der Stadt. Jeder gut betuchte Geschäftsmann müsste sich darum bemühen, mit dieser Anschrift seinen Briefkopf zieren zu können - eigentlich. Aber zurzeit steht der Großteil Elmshorns "erster Adresse" leer. Die 500 Quadratmeter des Hauses, das früher als Kino und später als Szenetreff diente, sind zu vermieten.

Miteigentümer Rolf Pingel ist zwar nicht verzweifelt, doch auch keinesfalls glücklich mit dieser Situation. "Der Bau ist aufgrund seiner Lage äußerst attraktiv", sagt er. City Lage. Eine Bushaltestelle findet sich direkt vor dem Haus. Ebenfalls der Bahnhof. Einzig und allein die Parkplatzsituation bereitet Eigentümer Pingel etwas Bauchschmerzen. "Es ist kaum jemand bereit die wenigen Meter von der Parkpalette, ZOB oder Buttermarkt zu Fuß zum Haus zu gehen", sagt er. Einige Interessenten seien aus diesem Mangel an Parkmöglichkeiten vor der Tür wieder abgesprungen.

Als das Haus 1981 bezogen wurde, spielte das Fehlen von Parkraum allerdings keine Rolle. Autos waren teuer. Zu Fuß billiger. Kein Weg war zu weit in der Stadt. Unternehmer Gerd Schröder eröffnete damals dort an der Königstraße 1 das "Savoy" - sein zweites Kino neben dem "Apollo" einige Hausnummern weiter in der Königstraße. Bis 1998 spielten sich im Savoy beliebte Szenen auf der Leinwand ab. Danach nutzten Partymacher die Räumlichkeiten für Feten, Konzerte und als Disco. Sogar Billard und Tischfußball konnten Elmshorner dort eine Zeit lang spielen. Der Laden machte zig Umbauten mit. Teppich, Parkett oder auch mal Fliesen am Boden. Dunkle, helle oder bunte Wandfarben wechselten entsprechend des neuen Erscheinungsbildes des Tresens. Auch die Bühne passte sich dem Zweck des Ladens an. Mal Sitzgelegenheit, mal Bühne für Bands. Wie auch immer. Von Dauer waren diese Läden allerdings nicht. "Fehlendes Gesamtkonzept, kein Durchhaltevermögen, stiefmütterliche Behandlung durch die Pächter", meinen Gastro-Insider aus Elmshorn.

Eigentümer Rolf Pingel möchte nun wieder Leben in den Laden holen. Allerdings ohne Lärm. "Für eine Disco oder einen Konzertraum gebe ich das Haus nicht raus", sagt er. Das gebe Ärger mit Nachbarn. Das wolle er nicht mehr. Vorstellen könne er sich eine nette Bar, ein Treff für Leute jeglicher Couleur, ein Raum für Familienfeten - einfach gesagt: ein Gewerbe zu dem man geht, "weil man dort hin möchte und keine teure Adresse braucht", sagt Pingel.

Auch eine Spielhalle zieht er als mögliche Nutzung in Betracht. Das jedoch ist laut Satzung der Stadt Elmshorn nicht mehr möglich. Nur durch einen Umzug eines bestehenden Glücksspielladens in der City könnte mit Zustimmung der Stadt eine Genehmigung erteilt werden. Eine durchaus interessante Möglichkeit, denn die Miete im alten Kino ist im Vergleich zu anderen Immobilien in der Kö günstig. Interessenten sollten sich über einen Makler an Pingel wenden.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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