zur Navigation springen

Elmshorns Bürgermeister fordert „Schlagloch-Soli“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zwei Drittel aller Straßen in der Stadt sind kaputt / Hatje: Kommunen können Problem nicht allein lösen

von
erstellt am 04.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Die Zahlen sind alarmierend: Knapp zwei Drittel der 454 Straßen im Stadtgebiet sind sanierungsbedürftig. 82 sind sogar mehr oder weniger völlig rott. Anders ausgedrückt: Nicht einmal jede dritte Straße in Elmshorn weist keine oder nur geringe Schäden auf. Das geht aus dem aktuellen Zustandsbericht des städtischen Flächenmanagements hervor. Und es wird nicht besser werden. Denn der Stadt fehlen die finanziellen Mittel, die Probleme anzupacken. Angesichts der prekären Lage fordert Bürgermeister Volker Hatje (Foto, parteilos) jetzt sogar einen bundesweiten „Schlagloch-Soli“.

Mit diesem Vorstoß hatte sich erst im Frühjahr Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) eine blutige Nase geholt. Doch Hatje meint, es geht nicht anders. „Wir haben einen gewaltigen Sanierungsstau. Das ist eine tickende Bombe“, so der Bürgermeister. Die Kommunen hätten seit Jahren mit einer Unterfinanzierung für die Infrastruktur zu kämpfen. Es sei an der Zeit zu handeln. „Alleine werden die Städte und Gemeinden das Problem nicht lösen können. Es muss eine Sonderfinanzierung geben“, betont Hatje im Gespräch mit unserer Zeitung.

Mit den Schäden in dem Zustandsbericht sind nicht etwa Risse oder Schlaglöcher gemeint, die sich relativ kostengünstig und zügig schließen lassen. Nein, es sind zum Teil gravierende, bauliche Mängel. Auf Amtsdeutsch heißt das dann: „Unzureichender Unterbau. Starke, irreparable Schäden.“

Amtsleiterin Petra Langefeld blickt mit Schrecken in die Zukunft. Die Schäden würden von Jahr zu Jahr größer. Und im kommenden Jahr wird nicht einmal ein Mindestmaß an Sanierung stattfinden. Mit der Klaus-Groth-Promenade haben die Politiker bereits die einzige von der Verwaltung für die Sanierung im nächsten Jahr angemeldete Straße gestrichen, um den Haushalt zu entlasten. Seite 4

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen